Seit einem Jahr ernähre ich mich nun vegan und wenn ich ehrlich bin, ist es schneller vergangen, als ich eingangs gedacht hätte. Am Anfang meiner Reise hätte ich gedacht, dass jeder Tag schwer sein wird, jeden Tag die Frage mich quälen wird, was ich nun schon wieder essen werde. Denn – Achtung – ich habe eine Mangelernährung.

Nach einem halben Jahr habe ich bereits meine Gedanken auf diesem Blog hier geteilt (zum Nachlesen: hier) und wenn ich ehrlich bin, hat sich nicht wirklich viel geändert.

Es ist für mich noch mehr Alltag geworden und meine Gedanken kreisen nicht ständig um die Frage, was ich denn nun essen könnte. Weil es viel gibt und, weil ich meinen Kochkünsten mehr vertraue! 🙂

Mir geht es damit super, mein Körper und mein Kopf fühlen sich damit sehr wohl. Es gibt sensiblere Zeiten, in denen mich der Anblick von Fleisch sehr traurig macht.  Ein Tiefpunkt war sicherlich die Arbeit in der Würstelbude, auch eine Sache, die ich nie wieder tun werde. Wenigstens weiß ich jetzt aber, dass das eine Sache ist, die ich einfach nicht tun kann und will und auch das ist gut so. (Weitere Gedanken zu dem Thema: hier)

Manchmal probiere ich extravagante Rezepte aus, manchmal bleibe ich bei meinen Lieblingsessen: Zum Frühstück (gefühlt) 1kg Obst und Haferflocken, zu Mittag Reis und Quinoa (egal, wie man ihn jetzt ausspricht), rote Bohnen, Brokkoli, Zucchini angebraten mit Knoblauch und Erdäpfel aus dem Rohr. An diesem Essen könnte ich für den Rest meines Lebens knabbern… Und werde ich vermutlich auch.

Vor einer Woche habe ich ein extravagantes Frühstück gewollt – veganen Waffeln mit allem Drum und Dran. Ja, auch so kann veganes Essen aussehen!

 

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Waffelturm des Genusses: Jedes Stockwerk ummantelt mit Schokolade, Nüssen, Beeren und Datteln – zum Schluss ein Schuss Ahornsirup…

Zur Feier des 1. Geburtstags meines Veganer-Daseins werde ich demnächst eine ganz besondere Süßigkeit ausprobieren: Veganen Peanut Butter Cake…

 

Hier sind noch drei Videos, die ich sehr gelungen finde!

Oft habe ich mir vorgestellt, dass sie über mich reden und sagen: „Oh, also Pia, die ich früher mit ihrem Namen immer verarscht habe, die macht jetzt eigentlich doch recht viel aus ihrem Leben. Ist echt cool, ich freue mich für sie“.

Die Realität ist das aber nicht und jetzt, nach ein paar Jahren kann ich mir das eingestehen. Natürlich will man, dass die Menschen, die einmal gemein waren, Rache erhalten. Nicht durch meine Hand, so viel ist klar, aber einfach durch das Leben selbst. Ich bin auch keiner der ehrwürdigen Ronin und wünsche mir extreme Rache – ich will nur, dass sie es bereuen, zu mir gemein gewesen zu sein.

Es interessiert aber keinen. Und das ist irgendwie okay. Ich weiß selbst, dass ich kein Engel bin. Kinder und Jugendliche können grausam sein und ich zähle mein vergangenes Ich manchmal auch zu dieser Sorte. Ich will gar nicht wissen, welchem Jungen und welchem Mädchen ich mal ein schlechtes Gefühl verpasst habe.

Am Ende ist es egal, was man in seinem Leben erreicht. Welche Titel du an deinen Namen hängst, wo du auf Urlaub hinfährst, wie viel Reichtum angespart wird oder wie viele Likes du hast. Am Ende merken sich die Leute nämlich nur eines: Welches Gefühl sie hatten, wenn sie bei dir waren. Hast du sie zum Lachen gebracht? Hast du sie zum Nachdenken gebracht? Hast du sie wütend gemacht?

Wenn du eine Person bist, der die anderen Menschen um sich herum erfreut, dann merken sich das die Leute.

Und wenn du andere Leute verarscht, merken die sich das auch.

Wir schreiben das Jahr 2012 und ich bin 15 Jahre alt. Was du über mich wissen musst:

  • Ich gehe bald in die Oberstufe eines Gymnasiums und bin sehr nervös deswegen, weil ich nur einen Menschen dort kenne. So mache ich mir, dass wieder „das erste Mal“ mit Menschen reden muss.
  • Ich habe einen Pony, den ich mir selber schneide, weil mir ein Youtubevideo das Vertrauen vermittelt, es gut zu können. (Ich kann es nicht, aber das weiß ich erst nach Jahren der Selbstreflexion.)
  • Ich mache noch mir keine Sorgen darüber, mich „sexy“ zu verhalten oder meinen Körper „straffen“ zu müssen.
  • Ich bin verliebt in einen Jungen, aber alleine die Freude an ihn zu denken reicht mir völlig. Dass man jemandem seine Gefühle mitteilen kann, habe ich nicht gewusst. (Dass aus dieser Geschichte nie etwas wurde, muss ich dir wohl nicht sagen.)

Was habe ich also diese 60 heißen, freien Tage lang gemacht?

Ich habe ein Videospiel gespielt. Kingdom Hearts II. 

Und das war’s eigentlich schon.

So und das war’s für den heutigen Blogeintrag, Danke und dere, es war mir eine Ehre!

Du wirst dir vielleicht jetzt denken, wie traurig mein Leben war.

Das kann ich verstehen – wenn du selbst noch nie  in eine Geschichte eingetaucht bist, egal, ob das jetzt ein Buch ist oder ein Film oder eben ein „böses“ Videospiel. (Den Sommer mit der Büchersucht hatte ich auch einmal und der war sicherlich schlechter für meinen Rücken als das Videospiel.)

Meine Erinnerungen an diesen Sommer mit Kingdom Hearts II sind einfach wunderbar.

Mein kleiner Bruder hat mir beim Spielen zugesehen und wir haben tagtäglich mitgefiebert, was wohl passieren würde. Was wir am besten wann tun, wo wir im Internet nachrecherchieren und was die beste Technik ist.

Meine Gedanken kreisten um diese Geschichte. Wie sie hoffentlich weitergeht, welche Charaktere sich wo treffen und wer im Hintergrund all die Fäden zieht.

Meine Mama war natürlich nicht sehr erfreut darüber, dass ich so viel Zeit vor dem Bildschirm verbracht habe und hat mich daraufhin zu einer täglichen Sonnenstunde „gezwungen“. In dieser habe ich gegessen und die Musik vom Videospiel gehört. (Wie gesagt, dieses Videospiel war mein Leben.)

Passender Titel: Lazy Afternoons. Der perfekte Sommerferien-Soundtrack.

Nun habe ich diese Musik gestern gehört und hatte die Zeitreise meines Lebens.

Ich habe mich daran erinnert, wie mein Leben damals war. Nicht einfacher, nicht langweiliger, nicht besser – einfach anders.

Eines hat sich aber seit diesem Sommer 2012 nicht verändert…

Ich liebe immer noch dieses Videospiel, ich liebe immer noch diese Musik und ich liebe noch immer all meine Gedanken, die sich auch heute noch um diese Geschichte kreisen. 

 

 

Das Leben ist mal so, mal so. In den letzten Monaten ging es mir nicht gut und mein Herz war ziemlich betrübt. Jetzt ist diese Flaute wieder vorbei und ich vermute, dass der Sommerbeginn etwas damit zu tun hat.

Während dieser Zeit war ich immer wieder an dem Punkt angelangt, eine Liste mit all den Dingen aufzuschreiben, die mich belasten. So würde ich vielleicht den Ursprung der Zweifel finden und sie eliminieren können.

Wieso mein Leben beschissen ist:

  • Ich habe viel zu tun.
  • In der Familie ist auch was los, deswegen bin ich viel unterwegs.
  • Ich will unbedingt viel Geld beiseitelegen für meine nächste Reise.
  • Die Arbeit ist anstrengend und die Universität sowieso, mit all den Gruppenarbeiten, Präsentationen und Abgabeterminen.

Wirklich geändert hat das nichts… Ich habe einfach darauf vertraut, dass es vorbeigehen wird und habe weiter die Dinge getan, die mir Spaß machen.

Jetzt, wo es vorbei ist und mein Herz wieder Squaredance tanzt, habe ich eine Liste mit all den Dingen geschrieben, die mich freuen.

Wieso mein Leben perfekt ist:

  • Ich habe viel zu tun.
  • In der Familie ist auch was los, deswegen bin ich viel unterwegs.
  • Ich will unbedingt viel Geld beiseitelegen für meine nächste Reise.
  • Die Arbeit ist anstrengend und die Universität sowieso, mit all den Gruppenarbeiten, Präsentationen und Abgabeterminen.

Am Ende sind es immer dieselben Dinge, die das Leben beschissen oder perfekt machen können.

Manchmal vergehen Tage und Tage, so schnell, dass du dich wunderst, wie jetzt auf einmal Sommer geworden ist. Du fragst dich, wohin die Zeit dir rennt und, dass es gut ist, viel zu tun zu haben. Aber beschäftigt zu sein bedeutet nicht, produktiv zu sein. Oder das zu tun, was man wirklich tun will.

Natürlich ist so etwas gruselig, das weiß ich…

Aber hier sind sie: Die Fragen, die du dir ab und zu stellen solltest:

  1. Wie war deine Stimmung, als du aufgestanden bist?
  2. Von was hast du geträumt? Was denkst du, hat das zu bedeuten?
  3. Wie geht es dir physisch?
  4. Wie geht es dir mental?
  5. Wie geht es dir emotional?
  6. Welche Gedanken kreisen durch deinen Kopf, wenn du so durch deinen Tag lebst? Sind es Sorgen, sind es Ängste, sind es Hoffnungen, sind es Fantasien, sind es Emotionen oder ist es Liebe?
  7. Welche Ereignisse prägen deinen Tag? Sind sie positiv oder negativ gefärbt?
  8. Welche Menschen triffst du und welches Gefühl geben sie dir?
  9. Wie verändert sich deine Stimmung?
  10. Was inspiriert dich?
  11. Welche unerwarteten Dinge geschehen? Sind es Freuden oder sind es Krisen?

Deine Antworten sollen nicht verurteilend sein, du musst dich nicht schämen oder stolz sein.

Der Mensch ist vergesslich. Mal bewusst, mal unbewusst.

In letzter Zeit erinnere ich mich an vieles… Vieles, das ich eigentlich für immer vergessen wollte. Jetzt bringen mich diese Erinnerungen aber zum Lächeln, musst du wissen.

Oft sind es Gerüche oder Orte – am Stärksten funktionieren aber bei mir Lieder, die ich mit jemandem gemeinsam gehört habe. Ich erinnere mich daran, wie es war, das Lied zu singen oder an diese Person zu denken, meistens mit Herzklopfen und Freude.

In letzter Zeit habe ich mich an diese Lieder wieder erinnert…

Über Lieder habe ich schon öfter geschrieben, wenn du mal reinlesen willst!

Musical Shoutout to… The Beatles

Musical Shoutout to… Fiva MC

Japanische Lieder, die dir gefallen werden

Liedertexte, die dich inspirieren

LOVE YOURSELF

 

Ab und an erinnere ich mich an mein 16-Jähriges Ich: Mit Pickel, großer Brille und zerzaustem Haar. Nun, viel hat sich diesbezüglich nicht geändert, aber dafür etwas anderes:

Mein Disney-Konsum. Sei es, weil ich jetzt studiere, mehrere Jobs gleichzeitig zu schaukeln versuche, Japanisch lerne und Sport mache, dass ich nicht mehr zur wöchentlichen Disneykaraoke-Nacht komme, das ist okay.

Früher habe ich mich gefragt, was für eine Disneyfigur ich wohl wäre. Wie ich genau aussehen würde, wäre mir recht egal, aber wie wäre mein Charakter? Was wären meine Stärken, was meine Schwächen?

Diese Woche habe ich mir diese Frage gestellt und beantwortet:

Ich will so hart arbeiten wie Tiana aus „Küss den Frosch“, die täglich ihren A*** abarbeitet, um ihrem Ziel näher zu kommen.

Meine Eltern sind Moanas sehr ähnlich, da mein Papa anfangs auch gegen meine Ziele war, aus Angst, meine Mutter aber wusste, dass ich nicht anders kann. Am Ende wird aber alles passen, das weiß ich.

Ich will einen Groove haben wie Simba, wenn er als Erwachsener „Hakuna Matata“ singt.

Ich will so viele Bücher lesen wie Belle. Besitzen aber nicht, weil die ganze Angelegenheit schrecklich staubig wäre.

Ich will in die Welt hinaus, so wie Rapunzel. Und so gesunde Haare haben wie sie.

Am Ende will ich eigentlich gar keine Disneyfigur sein. Und eine Prinzessin schon gar nicht, ständig Vögel um sich zu haben, die einen anzwitschern, scheint für das Berufsleben keine gute Voraussetzung zu sein. Aber laut unter der Dusche Disneylieder singen, das werde ich immer.