Station 3: Bus

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„31 Grad… Alles klar“, murmelt Mia, als sie gerade aus der U-Bahn steigt. Letzte Woche war es noch Regen, nun prallt die Sonnenhitze auf den Asphalt. Selbst in der Früh ist es schon unangenehm und trotzdem muss sie ihre Weste mitnehmen. Ihre Kollegin liebt die Klimaanlage wirklich heiß – oder halt eben kühl.

Auf geht es zum Bus, der unangenehmste Teil der Fahrt. Busse sind kleiner und meistens auch heißer. Auch wenn Mia schon lange nicht mehr in der Schule ist, bemerkt sie die Kinder und Jugendlichen, die mehr oder weniger freudig in den Bus steigen, um zu den Schulen in der Gegen zu kommen.

„Nicht mehr lange… Nur mehr sechs Wochen bis zu den Ferien“, kommt ihr der Gedanke. Der Winter ist schon sehr lange weg, der Frühling wurde mittlerweile vom Sommer überholt und die Gedanken an Urlaub scheinen gar nicht mehr so fern. Was sie da genau machen wird, weiß sie noch nicht, sie ist meistens eine von den spontanen Urlaubsbucherinnen. Wenn man sich zu früh freut und auf etwas festlegt, kann man immer noch daran scheitern, das ist nicht so gut. Das denkt zumindest Mia.

Sie hat Glück und erwischt einen Platz am Fenster, von dem sie aus den großen Park beobachten kann, aus dem noch spät nachts Musik dringt. Wie oft hat sie sich gedacht, dass sie dort mal in der Mittagspause hinsollte. Der Computer und die anderen halten sie aber Tag für Tag einfach fest.

Mit einem Seufzen sieht sie sich im Bus um, die Aussicht draußen deprimiert sie. „Gleich mal auf ein besseres Lied umschalten“, mahnt Mia sich.

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