Wie du ein gutes Referat hältst

In meiner Schul- und Studienzeit durfte ich bereits viele Referate halten, manche wenige Minuten, andere eine ganze Stunde. In den Sprachen Deutsch und Englisch fühle ich mich wohl, in den Fremdsprachen Französisch und Japanisch hatte ich schon recht Bammel, aber auch das geschafft 🙂
Heute will ich dir in drei Schritten zeigen, wie du ein tolles Referat oder eine gelungene Präsentation halten kannst!

1. Recherche

Du hast für dein Referat entweder ein Thema zugeteilt bekommen oder durftest dir etwas aussuchen, das Ziel ist es, dass du deinen Kolleg*innen etwas mit auf den Weg gibst, das nützlich ist: Eine Erkenntnis, eine Problematik oder auch nur eine Fragestellung. Damit du dich so gut in einem Themenbereich auskennst, musst du natürlich recherchieren und selbst Neues lernen.
Es gibt unterschiedliche Orte, an denen du das machen kannst, im der heutigen Zeit ist der erste Schritt natürlich das Internet. Gerne wird Wikipedia genutzt, hier wird aber oftmals die Verlässlichkeit infrage gestellt. Ich kann dir die Seite Wikibu empfehlen, hier kannst du überprüfen, wie zuverlässig ein Artikel ist, da Anzahl der Besuchenden, Quellenverweise oder auch Autor*innen analysiert und mit Punkten vergeben werden.
Je nachdem, in welcher Schulstufe bist, musst du all deine Quellen notieren und am Ende deiner Präsentation aufzeigen. Im ersten Moment wirkt das natürlich sehr nervig, allerdings ist der Hintergedanke, dass Interessierte wissen, wo sie noch mehr Informationen zu deinem Thema finden können. Auf diese Weise kann man auch leichter sachliche Informationen von deiner persönlichen Meinung oder Ideen deinerseits trennen.
Ein gutes Referat macht aber meiner Meinung nicht nur die Recherche im Internet aus, sondern auch den Weg in die Bücherei oder Bibliothek. Vielleicht gibt es in deiner Schule eine Buchsammlung, oftmals haben auch größere Städte eine gute Auswahl an Recherche- und Nachschlagewerken. Der Vorteil an Büchern ist, dass sie detaillierteres Wissen vermitteln und im Idealfall sogar gut illustriert und bebildert sind, je nach Themenbereich. Tolle Inhalte musst du dir nicht einmal ausborgen, sondern kannst sie auch abfotografieren oder einscannen. Auf diese Art und Weise wirst du in deiner Recherche tolle Materialien zusammenstellen, die eine perfekte Ergänzung für deine Präsentation sein werden. Du kannst für das Sammeln ein Word-Dokument verwenden, ich nutze auch gerne Notion.

2. Aufbau

Wenn du alle Materialien gesammelt hast, musst du deinen Text, Bilder und Grafiken einfach nur strukturieren – einfacher gesagt als getan. Du hast sicher schon einmal die folgende Dreiteilung gehört: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Das funktioniert toll für Aufsätze, aber auch für Texte, die du später mündlich vortragen willst.

  • Einleitung: Begrüßung, Thema einführen
  • Hauptteil
  • Schluss: offene Fragen

Am Ende hast du einen Text, der dir bei deinem Referat sehr helfen wird. Nun stellt sich die Frage, was du zusätzlich auf die Powerpoint oder ein Handout schreiben möchtest. Manche Leute, zum Beispiel ich, schreiben sich Wort für Wort auf, was sie sagen möchten, damit sie durch Nervosität auch ja nichts vergessen. Alternativ kannst du dir auch stattdessen nur Stichwörter notieren, damit du freier sprichst. Es geht bei diesen persönlichen Notizen vor allem darum, dass du dich wohl fühlst.
Je nachdem, welche Art von Präsentation du halten musst, also Poster oder digital, ist die technische Unterstützung wichtig: Musst oder willst du Bilder ausdrucken, ein Poster gestalten oder versuchst du dich gerade zwischen Powerpoint oder Prezi zu entscheiden?
Wenn du freie Wahl hast, überlege dir, was dir am einfachsten fallen würde und, was deine Kreativität anregt und dir Spaß macht. Ich bin ein Fan von Bildern, weil sie ja bekanntlich mehr als 1000 Worte sagen.
Ein weiterer Hinweis, der dir nicht fremd sein wird, ist, dass du nicht zu viele Sätze und Wörter auf eine Seite klatschen solltest, das sieht wirklich nicht sehr gut aus und dann werden deine Hörende mehr abgelenkt, weil sie versuchen, mitzulesen.

3. Üben

Ein gelungenes Referat macht vor allem die Art und Weise aus, wie gesprochen wird, deswegen ist das Üben fast der wichtigste Teil deiner Vorbereitung. Das Durchsprechen hilft dir dabei, dass du deinen Text besser kennst und dich an die Worte gewöhnst. Wenn dir dann auffällt, dass du immer wieder über bestimmte Sätze oder Wörter stolperst, sei nicht wuetend, sondern ueberlege dir, ob du es vielleicht auch anders gestalten kannst, zum Beispiel einen Satz umzuformulieren, dass er dir mehr über die Lippen kommt. Das geht zum Beispiel, indem man einen Satz kürzer macht oder die Satzglieder hin- und herschiebt.
Für wichtige Präsentationen, wie meine Masterprüfung, will ich den Text auch üben, wenn ich eigentlich etwas anderes mache, wie zum Beispiel beim Zusammenräumen. Du kannst deinen Text auch vor deinen Freund*innen oder deiner Familie vorsprechen, die dir auch nochmals Feedback geben können.
Ein Tipp ist beim Durchreden auch ab und zu einen Timer zu verwenden, damit du weißt, ob du nicht zu kurz oder zu lange sprichst. So wirst du bei deinem wirklichen Referat es mehr im Gefühl haben, ob du gut in der Zeit liegst.

Mit diesen drei Schritten kannst du ein tolles Referat recherchieren, vorbereiten und am Schluss auch halten 🙂

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