Wie du dich in diesem Schuljahr verbesserst

Der Sommer nähert sich seinem Ende und ein neues Schuljahr beginnt!
Wenn du dich dieses Jahr verbessern möchtest, habe ich hier drei Ansätze für dich, wie dir das gelingen kann 🙂

1. Ziele

Zunächst solltest du dir überlegen, was du gerne schaffen oder ändern möchtest. Da eignet sich der Vergleich, wie es dir letztes Schuljahr so ergangen ist – was hat dir gefallen und was nicht? Du kannst dir diese Sachen auf eine Liste aufschreiben und zum Beispiel nach Unterrichtsfächern sortieren:

SchulfachWas war gut?Was war schlecht?
BiologieThemen haben mich interessiertKonnte mich im Unterricht nicht konzentrieren, schlechte Note im Test
MathematikHabe mich von einer 3 zu einer 2 verbessertWährend einer Schularbeit einen Blackout gehabt
GeographieWurde einmal im Unterricht gelobt vor der KlasseMündliche Überprüfung lief schlecht, weil ich vor Aufregung alles vergessen hab

Du kannst aber auch Gutes und Schlechtes zusammenfassen:

Schlechte GewohnheitenGute Gewohnheiten
Ich fange nicht rechtzeitig an, Hausaufgaben zu machenIn Gruppenarbeiten arbeite ich verantwortungsbewusster
Ich verliere viele Zettel und Notizen Karteikarten schreiben hilft mir beim Lernen
Nicht genug schlafenViel zum Essen mitnehmen motiviert mich

In dieser Auflistung sollst du nicht nur das Schlechte herausfinden, sondern dir auch bewusst werden, was gut geklappt hat. Das Ziel ist natürlich, das Schlechte zu reduzieren und das Gute zu erhöhen!
Überlege dir, wo deine Schwächen waren. Es reicht nicht, wenn du nur „Mathematik“ sagst. Was ist es genau? Kannst du es benennen? In meinem Fall ist mir zum Beispiel erst viel später aufgefallen, dass ich zwar die Grundlagen eines mathematischen Themas verstanden habe, aber nie genug die Kombination unterschiedlicher Themenbereiche geübt habe, da bin ich dann natürlich ausgestiegen, als die Beispiele komplexer wurden.
Überlege dir also genau, was dein Ziel ist. Es gibt hier einen tollen Begriff namens ‚Smart‘ Goal:

Das bedeutet also, dass du ein 1) spezifisches Ziel brauchst, das man 2) messen kann, das 3) attraktiv und 4) realistisch ist und eine 5) Deadline hat.
Anstatt „Mathematik“ zu sagen kannst du zum Beispiel folgendes Smart-Goal formulieren: Bis zur ersten Mathematik-Schularbeit Hausaufgaben rechtzeitig beginnen und am Wochenende jeweils eine Stunde wiederholen.
Das Ziel ist spezifisch, weil es um die Hausaufgaben in Mathematik geht, messbar, weil du weißt, wann du eine Hausaufgabe gemacht oder nicht gemacht hast. Ob das Ziel attraktiv ist, liegt im Auge des Betrachtenden, du kannst aber auch gerne dich mit etwas belohnen, wenn du dein Ziel erreicht hast, zum Beispiel einem Kinobesuch oder einem neuen Videospiel. Das Ziel ist auch realistisch, weil du am Wochenende dir eine Stunde vornimmst und nicht gleich vier, das hätte mich zum Beispiel als Schülerin überfordert. Und zu guter Letzt haben wir eine zeitliche Beschränkung, da es bis zur ersten Schularbeit geht. Danach machst du natürlich trotzdem deine Hausaufgaben weiter, aber du kannst evaluieren, wie es dir damit gegangen ist.

2. Vorbereitung

Der frühe Vogel fängt den Wurm, ein Sprichwort, das zu vielem passt, so auch zu der Frage, wie du dich dieses Schulsemester verbessern kannst! Wenn du ungefähr weißt, was du willst – Gutes wie Schlechtes – geht es an die Vorbereitung.
Je nachdem, in welchem Schuljahr du bist, kannst du mehr oder weniger vorbereiten. Oft wünschen sich Lehrer*innen zum Schulbeginn eine andere Strategie, wechseln von Mappe zu Heften. Du weißt aber zum Beispiel, dass dir die Karteikarten ausgegangen sind, mit denen du so gern lernst oder dein College Block.
In der Vorbereitung geht es natürlich nicht nur ums Kaufen, sondern auch vielleicht das Wiederholen von ein paar Themen. Wir tendieren dazu, die Dinge zu wiederholen (wenn überhaupt), die uns Spaß machen, aber es geht vor allem darum, dass du weißt, wo du stehst. Hier schließt sich auch der Kreis mit dem ersten Punkt, du findest noch mehr heraus, woran du im kommenden Schuljahr arbeiten kannst.

3. Gewohnheiten

Jetzt geht es ans Eingemachte – die Gewohnheiten. Denn am Ende des Tages kommt es weniger darauf an, was du an einem einzelnen Tag gemacht hast, zum Beispiel acht Stunden am Stück zu lernen, sondern das, was du regelmäßig machst, sozusagen das Geheimnis. Du kannst also jeden Tag ein bisschen etwas tun, damit du dieses Schuljahr besser wirst, es geht nicht um eine Veränderung von heute auf morgen, sondern langfristig und nachhaltig.
Mein Tipp ist zum Beispiel, dass du lernst, wie man Fragen richtig stellt. Nehmen wir an, du sagst deinem Lehrer „Ich verstehe das nicht.“

Was ist „das“?

Wahrscheinlich erhältst du eine nicht zufriedenstellende Antwort.
Es kann dir (und deinem Lehrer) unheimlich viel helfen, wenn du Fragen präziser stellst. Zum Beispiel: „Ich verstehe es zu diesem Rechenschritt. Danach nicht mehr, wieso verwendet man diese Formel, wie kommt man auf diese Taktik?“. Dann versteht der Lehrer auch dich und kann dir auch besser helfen.


Eine andere Gewohnheit, die du dir aneignen kannst, ist zusätzliches Recherchieren. Auch das habe ich erst nach meiner Schulzeit gelernt, Schade drum, deswegen will ich es dir weitergeben. Ich kann mir gut vorstellen, dass du vielleicht schon ab und zu im Internet recherchierst, wenn du etwas nicht weißt, aber es ist auch eine gute Idee, mal in eine Bibliothek zu gehen und dir Bücher auszuleihen. Oft werden Themen einem klarer, wenn sie anders erklärt werden.

Etwas, was dir auch helfen kann, ist ein Plan deines Schuljahres. Schreibe dir alles auf, was zu tun ist (Referate, Diktate, Schularbeiten, …).
Als Beispiel kannst du mit verschiedenen Farben arbeiten und je nachdem, wie es dir besser gefällt, nach Monat oder Woche gliedern. Diesen Kalender solltest du nicht nur gestalten, sondern natürlich auch regelmäßig ansehen, damit du den Überblick behältst.

Jetzt ist es wichtig zu wissen, wie gerne du planst, so wie zum Beispiel ich, oder, ob dich das unter Druck setzt. Ich bin ein ziemlicher workaholic und muss mir oft auch aufschreiben, wenn ich mal einen Abend nichts für Uni und Co. mache, also ich notiere ich mir „Familienbesuch“, „Spaziergang“ oder „Filmabend“. Das kann und muss nicht für dich passen.
Im Endeffekt solltest du darauf achten, dass du in den Tagen und Wochen vor einem wichtigen Termin in der Schule, wie einem Test oder einer Schularbeit, dich täglich ein bisschen vorbereitest. Da dreht es sich nicht um Stunden am Stück, sondern oft einfach regelmäßig 30-45 Minuten. So machst du es täglich zu einer Priorität, einer Gewohnheit und musst dann nicht eine Nachtsession einlegen. Auf diese Art und Weise fällt dir auch schneller auf, wenn du etwas nicht verstehst.

Am Rande seien noch unterschiedliche Lernstile erwähnt: Denn obwohl sich die Wissenschaft schon lange einig ist, dass es unterschiedliche Präferenzen gibt, werden diese in manchen Klassenzimmern leider nicht so genutzt. Du kannst es aber kompensieren, indem du deinem Stil entsprechend zuhause lernst, hier findest du einen Lernstil Fragebogen. Es gibt unheimlich viele Videos, die sich mit der Frage beschäftigen, wie man besser lernen kann, ich empfehle dir folgendes: How to Learn Anything FASTER.

Es sind also die kleinen Dinge, die dich dieses Schuljahr besser werden lassen – du schaffst das!

Andere Tipps:

Falls du noch tolle Empfehlungen hast, wie man sich in der Schule verbessern kann, schreib es mir gerne in die Kommentare schreiben!

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