4 Jahre vegan

Ein neues Jahr ist bei mir ins Land gezogen, ich bin vier Jahre schon eine Veganerin. Mittlerweile ist es fast Tradition, dass ich zu meinem „veganen“ Geburtstag auf diesem Blog darüber schreibe.

Wie wurde ich Veganerin?

Im Mai 2017 wollte ich eine kleine Challenge machen, mal etwas auszuprobieren. Damals war ich ein großer Fan von 30-Day-Challenges und deswegen wollte ich ausprobieren, 30 Tage lang keine Milch zu trinken. Zum damaligen Zeitpunkt habe ich sehr oft Milch getrunken, obwohl ich Kaffee nicht mochte, verbrauchte ich durch mein Müsli um die 3 Liter in der Woche alleine – was ja schon echt sehr viel ist.
Dann habe ich viele neue Rezepte ausprobiert, die dann eben meistens vegan waren. Nach und nach ist mir erst aufgefallen, wo überall tierische Produkte versteckt sind. Das war eine sehr persönliche Reise für mich, weil ich in einer WG gewohnt habe, habe aber auch viele Bücher gelesen, Youtube Videos und Dokus angesehen. Nach den 30 Tagen ging es mir gut und ich habe beschlossen, dabei zu bleiben. Nachdem ich meine letzten Vorräte aufgebraucht habe, war ich „offiziell“ Veganerin.

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Was hat sich in vier Jahren verändert?

Eigentlich ist alles so wie im letzten Jahr, nach wie vor ist es eine Routine für mich, vielleicht mehr denn je. Der Einkauf funktioniert fast automatisch, manchmal habe ich richtige Lieblingsessen wie Reis, Tofu und Gemüse, manchmal will ich lieber eher Salate essen. Diese Flexibilität macht es halt auch einfach aus, vor allem, weil es immer auf meinen aktuellen Alltag ankommt. Immer dabei im Einkauf sind Bananen, Äpfel, genauso wie Haferflocken, Nüsse, Proteinpulver, Brokkoli, Tofu, Tomaten und rote Bohnen. Am Ende des Einkaufs sehe ich am Fließband, ob ich eine ausbalancierte Auswahl getroffen habe, mit ein bisschen Süßem wie Joghurt, aber auch eben den gesunden Sachen.
Bezüglich des Kochens kann ich dir die folgenden Seiten beziehungsweise Youtuber*innen empfehlen: Bianca Zapatka, Pick Up Limes, Cheap Lazy Vegan oder auch Simnett Nutrition.
Seitdem ich mich vegan ernähre, habe ich mehrmals mein Blut testen lassen, wo alles im Normalbereich war. Manche Ärzte sagen trotzdem manchmal, dass ich unbedingt wieder Fleisch essen soll, was mich verärgert, weil sie das nie wirklich begründen können. Zusätzlich nehme ich auch B12 und Vitamin D in Wintermonaten.

Wie ist die Bilanz nach vier Jahren?

Meiner Meinung nach gibt es immer noch mehr Vorteile in meinem Leben, wie zum Beispiel, dass ich mich ethisch verhalte, gesündere Ernährung, aber auch neue Lebensmittel und Gerichte und auch der Wohlfühlfaktor.
Nachteile sind eher mit meinem Umfeld verbunden, beispielsweise, wenn ich mir Diskussionen um meine Ernährung beim Essen anhören muss – wenn ich gefragt werde, sage ich dann halt auch, dass ich kein totes Tier essen will und dann darf ich mir aber wieder anhören, dass das eine zu drastische und unpassende Antwort ist (dann frag‘ mich einfach nicht beim Essen :-D). Ein anderer Faktor ist die Tatsache, dass es noch nicht überall veganes Fast Food gibt, wobei es in den letzten vier Jahren wirklich schon mehr geworden ist.

VorteileNachteile
– ethisch reines Gewissen
– gesündere Ernährung
– neue Lebensmittel und Gerichte kennengelernt
– fühle mich wohler
– schnelles „Fast Food“ gibt es nicht überall
– Diskussionen bei dem Essen über meine Ernährung machen mir keinen Spaß
– Vorurteile begegnen einem auch noch nach Jahren

Was mir aktuell durch den Kopf geht

Ich habe Robert Marc Lehmann in einem Youtubevideo entdeckt, der mit seiner Expertise als Meeresbiologe, Forschungstaucher, Natur- und Tierschützer meinen Alltag in den letzten Wochen begleitet hat. Obwohl ich schon wusste, dass Zoos nicht ganz tierfreundlich sein können, hat mich seine Argumentation sehr beeindruckt. Vielleicht gefallen dir ja auch seine Beiträge:

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