Was ist Ikigai (生きがい)?

Vielleicht hast du schon einmal von Ikigai gehört. Die Autoren Hector Garcia und Francesc Miralles veröffentlichten 2016 ein Buch, das dieses japanische „Geheimnis“ popularisierte. Im Grunde genommen geht es darum, dass man etwas findet, für das es sich zu leben „lohnt“. Ikigai ist ein sehr persönlicher Zugang, der die Freude im Leben und mit dem Sinn des Lebens verknüpfen soll.

Aufbau von Ikigai

Hier wird oft diese Grafik gezeigt. Wie du siehst, erinnert es sehr an Venn-Diagramme aus dem Mathematikunterricht.

Es gibt insgesamt vier Bereiche:

  • What you LOVE (in Gelb)
  • What the world NEEDS (in Rot)
  • What you can be PAID FOR (in Blau)
  • What you are GOOD AT (in Grün)

An der Grafik erkennt man auch, dass sich diese vier Kreise sehr oft überschneiden, beispielsweise ist das Überlappen von What you LOVE und What the world NEEDS eine Mission, das Überlappe von What you are GOOD AT und What you can be PAID FOR eine Profession.
Das Ziel ist natürlich, dass sich alle vier Bereiche überlappen und man das Zentrum der Grafik erreicht: Ikigai.

Es gibt natürlich auch eine deutsche Version:

Man erkent hier auch, dass man beispielsweise etwas gut kann und bezahlt wird, aber ein Gefühl von Leere hat. Im Kontrast dazu gibt es auch den Umstand, dass man etwas liebt und die Welt es auch braucht, aber du nicht finanziell unabhängig sein kannst.

Wie kann es dir helfen?

Das Konzept von Ikigai motiviert insofern, als dass es anspornt, nicht nur dem finanziellen Aspekt nachzujagen, aber genauso auch der Meinung ist, dass man mit seiner Passion sein Geld verdienen und der Welt helfen kann.
Ich persönlich finde, dass man durch die Reflexion, was man liebt, was man gut kann, was die Welt braucht und wie man darin auch bezahlt werden kann, unheimlich viel über sich selbst herausfindet. Ich habe es das erste Mal mit 19 Jahren ausprobiert, als ich selbst im Leben sehr verloren war und fand es einfach sehr schön und anders als die Berufstests, die ich im Laufe der Schulbahn immer wieder ausprobiert habe.

  • Was machst du gerne?
  • Was braucht die Welt?
  • Wofür werde ich bezahlt?
  • Was kann ich gut?

Dein Hobby ist also etwas, was du liebst und gut machst, deine Mission das, was du liebst und was die Welt braucht, deine Berufung das, was die Welt braucht und wofür die bezahlt wirst und schließlich der Beruf, wofür du bezahlt wirst und was du gut machst.

Ikigai ist natürlich etwas, das sich immer wieder ändern kann und ich befolge es nicht strikt. Als ich Freiwilligenarbeit gemacht habe, wurde ich, wie man ja aus dem Namen schon entnehmen kann, nicht bezahlt, deswegen habe ich aber trotzdem nicht aufgehört. Manchmal ist es auch eine Lektion, Sachen zu machen, die nicht ganz ideal sind, weil man auch hier lernt viel über sich selbst lernt.

Ich kann dir deshalb nur ans Herz legen, auch einmal Ikigai auszuprobieren 🙂

Mehr zu Ikigai:

Besonders schön sind auch die Videos und Arbeitsblätter von Lavendaire, einer amerikanischen Youtuberin.

Mehr von mir: