Bye bye, Tagebücher!

Ich habe vor ein paar Wochen schon darüber berichtet, dass ich in rund 10 Jahren 42 Tagebücher „verschrieben“ habe.

Meine Zeitkapseln

Wieso habe ich meine Tagebücher zerstört?

Am Schluss meines Beitrags habe ich damals schon angesprochen, dass alle Notizbücher mittlerweile viel Platz verbrauchen und ich vorhabe, sie deswegen loszuwerden. Ich habe die Bücher schon vor einigen Jahren bei meinem Umzug nach Wien, aber auch mehrmals innerhalb Wiens immer und immer wieder in Kartons gegeben und wieder ausgepackt. Während des ersten Lockdowns in Wien habe ich damit begonnen, sie mir gründlich wieder anzusehen, habe so viel gelacht, aber auch gemerkt, dass ich eigentlich gar nicht die physische Version benötige. Deswegen habe ich begonnen, meine Tagebücher nach und nach zu scannen, was auch ein sehr spannendes Projekt war.
Im Dezember habe ich also endlich jedes einzelne Tagebuch hergenommen, die Blätter herausgerissen und den Müll getrennt (so gut wie es ging 🙂 ). Es war sehr schön, ein letztes Mal die ganzen Papierfetzen und Seiten anzufassen.

Am Ende lagen 10 Jahr auf meinem Wohnzimmertisch.

Natürlich musste ich das ganze Papier in die Luft werfen 😀

Du kannst dir diesen Prozess auch auf meinem Youtubekanal nachsehen, wenn du unten auf das Video klickst kommst du gleich direkt hin.

Was habe ich daraus gelernt?

Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, drei Stunden lang Papier zu zerreißen. Ich kenne meine Tagebücher in- und auswendig und wusste auch am Schluss noch, welcher Schnipsel in welche Lebensphase zuzuordnen war, Schmerzen und Freude, Motivation und Ziellosigkeit. Das alles zu zerreißen hat mir gezeigt, dass am Ende alles gleich ist, dass alles ok ist, so wie es eben ist. Solange ich einen Weg finde meine Gedanken niederzuschreiben, wird alles gut.

Und was bringt die Zukunft?

Ich schreibe nach wie vor Tagebuch und weiß, dass ich sie später einscannen und dann weiter zerreißen will. Und jetzt prokrastiniere ich es nicht ein halbes Jahr, weil ich Angst davor habe, sondern erwarte es freudig 🙂

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