Was ich heute in der Schule anders machen würde

Bei mir ist die Schulzeit jetzt schon 5 Jahre her und mittlerweile würde ich ein paar Dinge anders machen, wenn ich die Chance hätte, zurückzukehren und der kleinen Pia etwas ins Ohr zu flüstern.

Ganz zu Beginn würde ich mir selbst sagen, dass ich mich mehr für die Fächer aufraffen soll, die mir eigentlich nie so gelegen haben, wie zum Beispiel Biologie, Chemie, Physik oder auch Mathematik. Aufmerksame Leser_innen erkennen gleich ein Muster, Naturwissenschaften sind nicht so meins, beziehungsweise, sage ich mir das selbst und auch Leute in meiner Umgebung so. Was waere aber, wenn ich nicht nur mit Durchhaltevermögen gelernt hätte, sondern auch ein bisschen Offenheit an den Tag gelegt hätte? Hätten mir diese Fächer nicht auch Spass gemacht, wäre der Knopf nicht bei mir aufgegangen?

Apropos Durchhaltevermögen: Ich würde versuchen, viel mehr Verständnis mit meinem Ehrgeiz zu haben. Ich habe Noten immer dazu missbraucht, meinen Selbstwert zu pushen, was ziemlich ironisch ist, da ich ja eigentlich Zahlen nicht so mochte (wie man ja schon weiter oben realisiert hat…). Trotzdem spornten Noten mich an, ich wollte vor allem besser sein als je zuvor, gar nicht so im Vergleich zu anderen. Als ich dann auf die Universität kam, musste ich dieses Verhalten ganz schnell revidieren und reflektieren – so konnte das nicht bleiben. Eine Zahl, egal ob eine Note, der Ziffern auf einer Waage oder mein Alter sollten mich nie wieder so definieren.

Pragmatisch gesehen würde ich der kleinen Pia auch sagen, dass sie ihr Schülerticket mehr verwenden soll – die öffentlichen Transportmittel würden im Laufe der Jahre immer nur teurer werden…. Wenn sie mich dann fragen würde, wohin sie denn solle, wuerde ich ihr auch klar machen, dass es gut sei, ab und an mal den Lernort zu wechseln, zum Beispiel in Büchereien oder grössere Bibliotheken, in denen man sich nur das mitnimmt, was man braucht. Dort ist es viel schwerer, sich abzulenken und heute geniesse ich diese Ruhe beim Lernen sehr gerne.

Wenn die kleine Pia da schon in einer anderen Bibliothek ist, kann sie sich auch gleich andere Ressourcen suchen. Denn nur, weil man den Inhalt in einem Schulbuch und von der Erklärung des Lehrers nicht versteht, heisst das nicht, dass man dann aufgeben sollte. Auch heute noch schaue ich mir gerne Kinder- und Jugendbücher zu einem Thema an, wenn ich die Quintessenz eines Beitrags verstehen will. Wenn man etwas einem Kind erklären kann, hat man es wirklich erst verstanden.

Zu guter Letzt würde ich die kleine Pia etwas machen lassen, was ihr viel Freude bereitet hätte: Schon mit 15, 16 Jahren mit Japanisch lernen zu beginnen, zum Beispiel mit einem Kurs an der Volkshochschule oder aber auch einfach mit Videos online auf Youtube. Wer weiß, wie gut ich dann jetzt schon sprechen könnte…

Wie ist das bei dir? Würdest du etwas anders machen? Und wenn ja, was denn?

Nachdenkliches Ratschläge Schule und Studium

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