Wie du über die Vergangenheit hinwegkommst

Ich nehme einmal an, dass du in der Vergangenheit verletzt wurdest, wenn du das hier liest. Es hat nicht so geklappt, wie du es dir gerne gewünscht hast. Aber du bist nicht alleine, wir alle wurde schon einmal verletzt. Es ist in Ordnung. Egal, wie lange es her ist, es gibt keine Regel, wann du darüber hinweg sein musst.
Sei es dein Herz, dein Ego, dein Körper, deine Gefühle oder deine Seele – du bist verletzt.
Über die Vergangenheit hinwegzukommen bedeutet, dass du der Angst ins Auge siehst, die eigentlich dahinter steht. Sei mutig. Schau‘ dir an, wovor du Angst hast: Dass du alleine bist? Dass du versagen wirst? Dass du dich hilflos fühlst? Dass dich niemand mag?

UND WAS kannst du heute tun, damit es dir besser geht?

Schreibe, rede, singe oder male es dir von der Seele: Ich weiss nicht, was dein Outlet ist, aber du hast eins, da bin ich mir sicher. Sei es das Schreiben eines Briefes, der nie abgeschickt wird, das Sprechen mit Freund*innen, Familienmitgliedern oder Therapeut*innen. Vielleicht willst du ein Lied komponieren oder ein Bild malen – finde den Ort, wo deine Gefühle Zuhause sind, wo sie ihren Gedanken freien Lauf geben können. Du verurteilst dich nicht, du lasst es hinaus und mit dieser Auseinandersetzung wird es besser.

Im letzten Punkt habe ich es schon angesprochen – lass‘ deinen Gefühlen freien Lauf: Vielleicht willst du ja dir eine Playlist erstellen, die dich zu der Zeit zurückbringt und verletzlich macht, um die Vergangenheit zu akzeptieren. Wenn du die Lieder hörst, wirst du vielleicht ein bisschen traurig oder ärgerst dich, aber ich finde, dass das auch dazu gehört, um ueber die Vergangenheit hinwegzukommen. Auch das habe ich schon mal gemacht:

Pass‘ auf dich auf: Wenn man Leuten sagt, sie sollen ihren Gefühlen freien Lauf lassen, entstehen oft zerstörerische Gewohnheiten, seien es Alkohol, Selbstverletzung oder Drogen, aber auch Selbsthass und Manipulation. Es muss aber nicht so extrem sein, es können auch „nur“ die Menschen sein, mit denen du dich umgibst, die dir nicht dabei helfen, über die Vergangenheit hinwegzukommen. Umgib‘ dich mit Menschen, die dir ein gutes Gefühl geben. Pass‘ auf dich auf, achte auf deinen Geist, deinen Körper und deine Seele.

Fördere deine Neugierde: Mach‘ einen Tagesauflug, erkunde eine Ecke deiner Stadt, die du noch nicht kennst und nimm‘ dir Zeit für dich selbst. Die gewohnte Umgebung zu verlassen kann dir dabei helfen, deine Gedanken von der Vergangenheit, die dich immer noch verletzt und belastet, wegzubringen oder sie zumindest in einem neuen Licht zu sehen.

Fokussiere dich mehr auf das Positive: Schreib‘ dir eine Dankbarkeitsliste. Mit einer Notizapp am Handy oder einem klassischen Notizbuch. Stell‘ dir einen Wecker, zum Beispiel 20:00, der dich täglich daran erinnert, an 3 schöne Dinge zu denken. Geh‘ dabei ins Detail:

Danke, dass ich heute die U-Bahn in der Früh erwischt habe, dadurch musste ich nicht in die Arbeit rennen und mich stressen.

Danke, dass mich heute meine Freudin angerufen hat, mir ging es dadurch besser.

Danke, dass ich heute die Kraft hatte, abends noch ein bisschen zu lesen.

Am Anfang fällt es dir vielleicht schwer, vielleicht fühlst du dich auch dabei dumm. Irgendwann fällt dir aber vielleicht auf, dass du diese Erinnerung gar nicht mehr brauchst, dass dir gute Gedanken von alleine durch den Kopf gehen.

Und es ist okay, wenn du manchmal über die Schulter schaust, wenn du dich zurück erinnerst. Du bist deswegen kein schwacher Mensch oder hast ein gutes Leben nicht verdient, im Gegenteil:

Du bist ein starker Mann, eine starke Frau, der/die zu dem steht, was passiert ist und jetzt das Beste daraus macht.

Du kannst unheimlich auf dich stolz sein, auch dann, wenn du findest, dass du „noch nicht ganz über dem Berg“ bist. Denn genau dadurch bist du einzigartig, einfach Du. Auch jetzt kannst du schon Menschen helfen, die Ähnliches erleben oder erlebt haben.

Du schaffst das!

Wenn du mehr reden willst:

Nachdenkliches Ratschläge

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.