Wien – Die neue Normalität

Seit dem österreichischen Staatsfeiertag, dem 1. Mai, gelten die Ausgangsbeschränkungen in Österreich nicht mehr – das Ende einer fast siebenwöchigen Selbstisolation, in der es nur drei Gründe gab, das eigene Haus oder die Wohnung zu verlassen:
Wenn man zur Arbeit gehen, Lebensmittel oder Medikamente besorgen oder anderen Menschen helfen muss.
Landesweit wurden mehrere tausend Anzeigen verteilt, wenn diese Regeln oder der Mindestabstand nicht eingehalten wurde.

Diese neue Normalität seit acht Tagen konnte nur durch die zuvor strengen Regeln und das Senken der Fallzahlen erreicht werden, Stück für Stück wurde das gesellschaftliche Leben wiederbelebt: Mitte April Baumärkte und kleinere Geschäfte, Baustellen wieder in Betrieb, der öffentliche Verkehr hatte auch schon mehr Intervalle. In den letzten Tagen vor dem Ende der Beschränkungen konnte man Familien mit Eisbechern herumschlendern sehen.

Da die Universität ja bis Oktober ausfällt muss man sich mit dem Thema der Onlineprüfungen auseinandersetzen und ich bin sehr gespannt, wie ich mich da so anstellen werde (Drei Tipps für schriftliche digitale Prüfungen)… Ich habe auch mein Bachelorzeugnis per Email erhalten (Review meines Studiums kannst du hier lesen), allerdings ist ja trotzdem aktuell nicht wirklich mit Feiern oder Freunde treffen. Ich bin froh genug, dass ich nach acht Wochen meine Familie besuchen konnte. Bald geht es auch für mich auch wieder zurück in die Arbeit, worauf ich auch schon gespannt bin.

Es wurden auch die Pläne für die Schulöffnung präsentiert: Abschlussklassen dürfen zuerst hinein, nach und nach kehren alle Lernenden zurück und werden in zwei Gruppen geteilt, die sich für den Regelunterricht abwechseln, während die anderen einen „Hausaufgabentag“ haben. Wie bei allen bisherigen Beschlüssen gibt es auch hier viel Kritik, es sei beispielsweise nicht durchzuführen und so kurz vor den Sommerferien (mit all den Feiertagen) fast schon umsonst.

Im Supermarkt und im Einkaufszentrum (die seit dem 1.Mai wieder geöffnet haben) muss man Masken tragen. Es gibt unterschiedliche Regelungen, beispielsweise speziell gekennzeichnete Eingänge, maximaler Personenanzahl oder auch Richtungsweiser, wie man sich durch das Geschäft bewegen darf. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden durch Plexiglas vor den Kassen geschützt. Desinfektionsmittel und Handschuhe sind nach wie vor rar zu finden und gehen weg wie warme Semmeln.

Mittlerweile sieht man viele unterschiedliche Designs, von Punkten zu Streifen bis zu Fussballclubs.

Das Land erwartet den 15. Mai – wenn alle Restaurants wieder eröffnen und man sich in ein Lokal setzen darf (manche haben zurzeit für Take Away geöffnet). Logistisch wird dies allerdings auch eine Herausforderung, da man reservieren muss und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Sessel so verteilen müssen, damit der Mindestabstand eingehalten werden kann.

Ich fand all diese Maßnahmen in Ordnung, wenn auch einschränkend. Ich hatte nie Angst die Krankheit selbst zu bekommen, allerdings hätte ich es mir nicht verzeihen können, wenn ich jemanden angesteckt hätte, der damit sehr zu kämpfen hätte.

Was die Zukunft bringt, wird sich noch zeigen, Urlaubspläne sind verschoben und das, was man eigentlich wieder will, zumindestens in meinem Fall, ist der einst so „verhasste“ Alltag. Das Herumfahren von Uni zur Arbeit zu Freunden, am Wochenende dann mal weiter weg mit dem Zug zur Familie und sich am Sonntagabend ein bisschen zu ärgern, dass ich nicht genug Zeit hatte, die Wohnung zu putzen.

Ich bin gespannt, wie es in den nächsten Wochen rund um Corona noch weitergeht… Die kurze Doku unten empfehle ich dir an dieser Stelle gerne weiter!

Alles Gute und viel Gesundheit!

Mein Leben

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