Wie du deine Notizen digital besser verwaltest

Früher habe ich meine Notizen in der Schule mit der Hand geschrieben, wie die meisten vermutlich, allerdings hatte ich die schlimme Angewohnheit, alles zuhause nochmals nachzuschreiben, weil durch mein Nachlassen an Konzentration oft meine Schrift an ästhetischem Potential nachgelassen hat. Bei diesem stundenlangen Nachschreiben habe ich mir dann oft gesagt, dass ich so noch besser lernen kann.

An der Uni musste ich aber auf die harte Tour lernen, dass das keine langfristige Methode sein konnte – meine erste Vorlesung habe ich noch mit der Hand schreiben, aber danach der Realität ins Auge geblickt. So wurden nach und nach Bandwurmsätze in Microsoft Word zur neuen Normalität, in der Nachbereitung sorgsam entwirrt und zu einem stringenten Text verarbeitet mit dem man, hoffentlich, ganz gut lernen kann.

Meine nächste Umstellung war gezwungenermassen, denn als ich eine kommissionelle Prüfung machen musste, lag es an mir ganz ehrlich mit mir selbst zu werden:

Lerne ich wirklich so gut wie ich glaube?

So hab ich haarscharf überlegt, wie ich ein paar Dinge in meiner Routine anders angehen kann, damit der Lerninhalt besser hängen bleibt – zum Beispiel wieder Textabschnitte mit der Hand aufschreiben, manchmal sogar ein Bild malen, das ein bestimmtes Thema behandelt. Natürlich fühlt man sich dabei ein bisschen dämlich, weil man sich fragt, wieso auf einmal die alte Routine nicht mehr passt.

Nachdem diese Prüfung geschafft war, war ich noch immer nicht ganz zufrieden mit meiner Lernmethode und wollte vor allem einen zentralen, digitalen Ort für meine Notizen finden, der für Handy, aber auch Laptop zugänglich ist. Meine Antwort: Notion.

Der Slogan von ihnen lautet: „The all-in-one workspace for your notes, tasks, wikis and databases“ und ich muss sagen, dass das Versprechen gehalten wird.

Mein aktuelles Notion-Setup sieht so aus:

Zusätzlich habe ich tägliche To-Dos, die ich beliebig miteinander verknüpfen und verschieben kann.

Ich finde Notion toll, weil ich ganz genau weiß, dass alle Ideen und Wissen an einem Ort abgespeichert werden und ich damit flexibel umgehen kann. To Go per Handy niederschreiben und tatsächlich diese Einfälle später auch wieder finden.
Doch auch Bilder und Videos sind einzufügen, sowie Emojis, die man sonst vielleicht nur aus What’s App kennt.
Weil diese Benutzerfreundlichkeit sehr viel Spaß macht, habe ich mittlerweile auch Privates, wie Einkaufslisten, Reiseplanungen oder aber auch andere Projekte von Papier und Stift in Notion übertragen.
Am Ende kann man eine ganze Seite ganz einfach in ein PDF „verwandeln“ – ohne kopieren und einfügen zu müssen.

Schlechte Aspekte gibt es natürlich trotzdem, wie bei allem im Leben, denn alles Digitale findet dann sein Ende, wenn die Internetverbindung zu wünschen übrig lässt.
Ein weiterer Aspekt, auf den ich gestoßen bin, ist die „Angst vor der weißen Seite“ – zu Beginn ist man einfach ein bisschen ratlos, wie man mit den Funktionen am besten umgehen kann. Eine gute Idee kann es da sein, Andere mal dabei zu beobachten, wie sie ihr Setup machen – am besten kannst du das auf einem Thread auf Reddit machen.

Ich hoffe, dass ich dich mit diesem Beitrag dazu inspirieren konnte, deine Notizen ein bisschen anders zu verwalten und Neues zu integrieren – das ist ja gerade das Spannende.

Und wie man am besten mit Notion lernen kannst, siehst du in diesem Video von Ali Abdaal:

Ratschläge Schule und Studium

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