Inspiration für deine Lernroutine

Zur Feier des neuen Semesters an der Uni möchte ich dir ein wenig Inspiration zum Lernen geben. Manche denken sich vielleicht, so wie ich frueher auch, dass die Art und Weise egal ist, Hauptsache, man kommt irgendwie durch. Einfach alles durchlesen, in den Kopf hineinbringen und am besten gleich wieder raus, wenn die Prüfung vorbei ist.

Wieso sollte man denn auch dann anders lernen?

Vielleicht, weil man sich der Intentionen seines Ziels bewusster wird, was du mit dem Wissen machen willst, wenn du es mal innehast. Vielleicht geht es aber auch eher darum, was aus dir wird, wenn du es lernst – wenn du dich veränderst und dich selbst besser kennenlernst.

In meinem Fall waren vor allem Latein und formale Semantik (Mathematik und Sprachphilosophie) sehr fordernde Themen meiner Unizeit… Im Nachhinein, jetzt, ist es natürlich nie so schlimm, aber mittendrin war es die Hölle. Was also, wenn du auch gerade durch die Hölle gehst – wie kannst du lernen, ohne den Mut zu verlieren?

Du brauchst drei Dinge: Mindset, Materialien und eine Strategie.

an die du dich hältst, versteht sich

Mindset

Wichtig ist zu Beginn, dass du Vertrauen in dich aufbaust:

Du schaffst das. Du hast bisher schon so viel gemeistert – wieso jetzt zweifeln?

Wann kannst du an dich glauben, wann denkst du, dass du genug gelernt hast? Welches Level musst du erreichen?
Denn wenn du nie dieses Gefühl von Selbstvertrauen in deine Fertigkeiten erreichst, dass du dir sicher bist, eine gute Arbeit getan zu haben, wirst du sehr nervös sein und dir denken: „Shit, hätte ich doch mehr gemacht.“
Vielleicht kannst du dir überlegen, wann zweifeln eine gute Idee ist und wann nicht – kurz vor der Prüfung zum Beispiel nicht, liegt auf der Hand. Manchmal darfst du aber deinen Gedanken und dem Gefühl der Schwäche freien Lauf lassen. Diese Momente der Angst können dir dabei helfen, in dir selbst Kraft zu schöpfen, weil du die Macht besitzt, den Lauf der Dinge zu ändern. In diesem Moment wird dir vielleicht klar werden, dass die Zeit des Selbstmitleids irgendwann einmal auch vorbei sein muss und die Zeit beginnt, sich zusammenzureißen und Ziele umzusetzen.

Materialien

An dieser Stelle, wenn du Mut schöpft und an dich glaubst, solltest du reflektieren, wie du bisher gelernt hast. Passt dein Lernstil zum Aufgabenformat? Wenn du einen Aufsatz schreiben musst, solltest du vielleicht auch das Schreiben der Themen üben – klingt logisch, vergisst man manchmal aber, wenn man im Lernstress schwebt. So kannst du zum Beispiel auch Karteikarten oder Stichwörter erstellen.
Wenn du eine Prüfung nochmals schreiben musst, kannst du auch die Zeit nutzen, zu überlegen, woran es gelegen haben könnte. Vielleicht waren deine Materialien auch nicht ideal…
Dein Skript, die Powerpointfolien und unzähligen Buchseiten, am besten eingetaucht in Highlighter. Da wird es vielleicht einmal Zeit, einen Neustart zu wagen: Schau doch mal in deine Fachbibliothek oder Bücherei, ob du andere Ressourcen findest. Alternativ kannst du auch einfach eine intensive Google-Recherche starten oder Videos auf Youtube suchen.
Denn eines ist klar: Man ist nie allein.

Strategie

Spannend wird es bei der Strategie: Du hast das richtige Mindset, deine Materialien zum Lernen aufpoliert und jetzt geht es ans Pläne schmieden:

Wie lange hast du Zeit bis zur Prüfung?
Wie oft willst du lernen?
Welcher Themenbereich liegt dir gut – welcher nicht?

Wenn die wichtigsten Fragen geklärt sind, kannst du dir eine eigene Timeline erstellen. Wichtig ist es, einen Blick darauf zu haben, wann du effektiv lernen kannst. Denn welche anderen Termine stehen noch auf dem Plan? Zahnarzt, Geburtstagsfeier und Familienbesuch an einem Wochenende – da solltest du dir einen Puffer einbauen, um am Ende nicht zu sehr in Stress zu geraten. Es gibt nichts angenehmeres, als zu wissen, dass man vor einer Prüfung noch genug Zeit hat, sich alles nochmals genau durchlesen zu können (nicht nur 20 Minuten vorher ;-))

Und das Stichwort „effektiv“ bietet oftmals auch Diskussionsstoff unter Lernenden: Denn kann man sich wirklich 8 Stunden in einer Bibliothek einsperren und alles in sich hineinstopfen? Vermutlich ja. Bleibt es dann aber nachhaltig hängen und war effektiv? Ich persönlich vermute nicht, mein Motto ist Qualität geht über Quantität.

Wichtig ist auch, dass du beim Lernen wirklich bereit bist, Inhalt aufzunehmen: Also ordentlich essen, Snacks bereitstellen, Wasser trinken und für frische Luft sorgen. Manchmal hilft es auch, am Ende des Tages ein Highlight zu haben (Kinobesuch, gut Essen gehen mit Freunden, …) um leichter lernen zu können.

Wenn du noch zusätzlichen Support willst, kannst du dich mit anderen Leidensgenossen treffen, um gemeinsam zu lernen. Eine andere Möglichkeit ist natürlich die Sprechstunde der Lehrenden selbst zu besuchen und deine Fragen dort direkt zu klären.

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Ein Video, das ich dir an dieser Stelle auch empfehlen kann:

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