Es gibt da dieses Lied

Koishikawa Korakuen...

Es gibt da dieses Lied, das Lied, das mich an damals erinnert. Ich habe es auf dem Schulweg gehört, als ich eigentlich lieber wieder schlafen wollte. Manchmal kam es beim Einkaufen mit meiner Familie, wenn ich eigentlich lieber zuhause sein wollte. Oft wurde es in Bars gespielt, wenn ich einfach alles um mich herum vergessen wollte – das Fürchten der Zukunft, das Bereuen der Vergangenheit. Es erinnert mich auch daran, wie ich das Gefühl hatte, mehr tun zu können, als nur in der Schule zu sitzen und Dinge zu lernen, die mir vorgekaut werden.

Aber wenn ich es jetzt höre, erinnere ich mich daran, was und wo ich sein wollte, wie ich sein wollte. Manche Wünsche sind mir jetzt fremd. Die meisten finde ich kindisch. Wenn ich daran denke, mit wem ich diese Lieder ich gehört habe, an wen ich gedacht habe, sind mir auch diese meistens fremd.

Heute hat es das Lied in der Youtube-Playlist gespielt, als ich gerade beim Training war, mit anderen Leuten, anderen Wünschen. Das Lied hat sich alt angehört, verstaubt.

Am Ende sind auch Lieder nur Schnappschüsse unseres Lebens, die wir uns von Zeit zu Zeit gerne wieder ansehen. Was sie mit dir machen, liegt an dir selbst.