Wieso ich auf dem Boden schlafe

Darf ich vorstellen?

Das ist mein Futon.

Seit fast einem Jahr schlafe ich auf dem Boden, auf meinem Futon. Es gibt keine Matratze, keinen Bettrahmen.

Vor rund einem Jahr habe ich gemerkt, dass ich immer wieder mit Rückenweh aufstand und es mir nicht mehr gefiel, ständig Schmerzen zu haben. Es lag nicht am Sport, an meinen Sitzgewohnheiten – die Matratze war einfach zu weich. In meinem Leben habe ich auf großen und kleinen Betten geschlafen, auf Sofas – es war immer eine sehr weiche Fläche. Wie heißt es so schön? Federweich.

Ich wollte aber dieses Mal etwas ausprobieren und nicht einfach nur eine neue Matratze kaufen. Denn was mich schon immer interessiert hat – wie kann man denn eigentlich auf dem harten Boden schlafen? Warum ist es nach wie vor eine Gewohnheit in anderen Ländern? Wieso bevorzugen das so viele Menschen nach wie vor?

Am Anfang war die Umstellung natürlich ein bisschen schwierig, aber nachdem sich mein Rücken daran gewöhnt hat, kann ich es mir heute wirklich nicht mehr anders vorstellen. Heute mag ich es so sehr, auf einer harten Oberfläche zu schlafen, weil ich entspannt aufwache, ohne, dass meine Wirbelsäule schmerzt.

Mein Futon (ふとん oder auch 布団) kommt aus Japan und ich habe wochenlang sehnsüchtigst auf ihn gewartet (der Zoll war sicherlich anderer Meinung).

Es gibt den Shikibuton
(敷き布団), die Matratze sozusagen und die Decke, den Kakebuton (掛け布団).

Beide bestehen aus Baumwolle und sind im Winter wärmend und im Sommer kühlend (ich weiß immer noch nicht, wie das genau funktioniert!)

Die einzige Pflege, die man neben dem Wechsel der Bettwäsche bedenken muss, ist es, den Futon regelmäßig aufzuhängen. Ich mache das mit zwei Wäschespinnen. Die Sauberkeit des Bodens ist natürlich auch relevant, weil man ja direkt darauf liegt. Für mich persönlich war es aber eine gute Gelegenheit, die Gewohnheit des regelmäßigen Staubsaugens anzutrainieren 😉 Ausserdem:

Falls du mal etwas Unkonventionelles ausprobieren willst, schäm‘ dich nicht. Auf jedes Bedürfnis, etwas oder sich ändern zu wollen, kann man stolz sein, besonders, wenn man es dann auch umsetzen will. Dieses Streben  nach einem besseren Selbst und einer besseren Zukunft macht gerade den Menschen aus, den Wunsch nach mehr.

Falls du auch ein bisschen herumstöbern willst, hier ich habe mein „Traumbett“ gefunden.

Auf Youtube findet man noch einige andere Erfahrungsberichte, hier ist eine kleine Auswahl:

Nachdenkliches Ratschläge

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