Wieso Avatar: Der Herr der Elemente einfach der Hammer ist

Wenn du eine Empfehlung für eine gute Serie brauchst, kann ich dir nur Avatar: Der Herr der Elemente ans Herz legen. Du denkst dir jetzt vielleicht: Hä? Das ist doch eine Kinder-Comicserie von Nick, oder?

Richtig gedacht. Aber nur, weil es eine Comicserie ist, heißt das nicht, dass man sie sich nicht auch als Erwachsener ansehen kann. Und gerade dann wird die Serie so richtig spannend und wertvoll – wenn man als junger Erwachsener auf diese Kindheitsserie zurückblickt und sie mit neuen Augen sieht.

Das ist mir passiert und ich würde dir gerne davon erzählen, wie es war, als ich mir diesen Sommer das Abenteuer von Aang und seinen Freunden nochmals angesehen habe.

  1. Was für eine Entwicklung! Die Serie beginnt mit einem kleinen Jungen im Eisberg, der 100 Jahre verschollen war. Obwohl er der Avatar ist, kann er momentan nur das Element Luft bändigen und „muss eine Menge lernen“ – Kataras Worte. Als Zusehender und Zusehende bemerkt man Stück für Stück, wie er sich weiterentwickelt und erkennt, dass er wachsen muss, um sich seinem Gegner zu stellen. Auch die anderen Charaktere verändern sich und überwinden Grenzen, um ihren Zielen näher zu kommen.
  2. Geduld muss gelernt sein! Diese Serie bleibt nur eine Folge lang eine Abenteuerserie, weil schnell auffällt, dass Aang Katara sehr gerne mag – so ist auch Liebe ein Thema. In Kataras und Aangs Fall geht es darum, Geduld zu haben und auf den richtigen Moment zu warten, nicht voller Angst, sondern mit Zuversicht, dass alles gut wird.
  3. Sei du selbst! Diese Lektion habe ich von Toph höchstpersönlich gelernt, einem kleinen, blinden Mädchen. Aber lass‘ sie das nicht hören, sonst wird sie wütend. Jahrelang versteckte sie sich vor ihren Eltern und wollte nicht zeigen, dass sie verdammt stark ist und noch dazu eine Bändigerin des Elements Erde. Dass sie nichts sieht, ist für sie längst kein Hindernis mehr. Durch ihre Begegnung mit Aang erkennt sie, dass es an der Zeit ist, ihr wahres Ich zu zeigen und dazu zu stehen, auch, wenn sie vor ihren Eltern und ihrer Verurteilung Angst hat.
  4. Gegensätze ziehen sich an und stoßen sich ab! Die Elemente ergänzen einander, doch bilden auch Gegensätze, die im Laufe der Serie infrage gestellt werden. Kann man die Erde bändigen, wenn man ausweicht? Sind Feuer und Wasser für immer Todfeinde?
  5. Die Vergangenheit. Obwohl Aang auf alle seine bisherigen Leben als Avatar zurücksehen kann, sind sie alle unterschiedlich, haben verschiedene Ansichten und Wünsche. Wenn Aang sie um Rat fragt, steht er vor der Tatsache, dass letztendlich nur er entscheiden kann und sollte.
  6. Eine Prise Vergebung bitte! So wie sich Zuko sich selbst vergeben musste, weil er auf dem falschen Weg gewandelt ist, musste Aang sich dafür verzeihen, dass er Katara beim Feuerbändigen verletzt hat. Man beginnt beim Zusehen daran zu denken, welche Dinge man sich selbst seit langer Zeit vorwirft und was vielleicht einen daran hindert. Als Zuko endlich seine Ängste, Sorgen und hasserfüllten Gedanken los wird, kann man als Zuschauerin und Zuschauer gar nicht anders, als eine Freudenträne zu weinen.

Diese Geschichte bewegt, egal, wie man es dreht und wendet. Von Anfang an ist man sich bewusst, wie es alles zu Ende gehen soll, doch weiß man nicht, wie und ob es funktionieren wird. Wie es dann wirklich abläuft, ist für manche Zusehenden eine Überraschung , für manche vielleicht nicht – und doch ist jeder berührt.

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