Wieso man mit alten Geschichten angibt

Wieso gibt man mit alten Geschichten an?

Diese Frage musste ich mir vor einiger Zeit selbst stellen. Ich kann gut damit umgehen, Schlechtes hinter mich zu bringen, doch umgekehrt tue ich mir schwerer. Auf die Dinge, die ich einmal gemacht habe, vor allem jene, die ich einmal konnte. Früher konnte ich 80kg heben – hört sich cool an, war auch eine Weile cool.

Heute kann ich es aber nicht mehr, was okay ist, da es nicht mein Ziel ist. Und trotzdem habe ich mich dabei ertappt, wie ich Leuten davon erzählt habe. Was bringt mir das? Anerkennung, schätze ich, so wie früher. Und oft geht man alte, eingetrampelte Wege. weil es einfacher ist. Doch für Dinge, die ich weder beweisen kann im Hier und Jetzt, noch etwas zählen.

Jetzt versuche ich, auf die Dinge, die ich jetzt tue, stolz zu sein. Denn das 80kg-Heben, das beschreibt mich nicht mehr als Menschen, es zeichnet mich nicht mehr aus. Es macht mich nicht komplett. Auch nicht mein Französisch-Zertifikat. Das einzige, was mir vom Französischen geblieben ist, ist die Textzeile aus Lady Marmelade:

Voulez-vous coucher avec moi ce soir?

Alles, außer A1-Niveau, das kann ich dir sagen.

Ich versuche ab jetzt, die alten Geschichten alte Geschichten sein zu lassen.

Nachdenkliches

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