Die Einflussangst

„Man kann nicht schreiben oder lehren oder denken oder lesen, ohne nachzubilden, und was man nachbildet, ist, was ein anderer bereits geschaffen hat, sind die Schriften oder Lehren dieses Menschen.“

Harold Bloom, ein amerikanischer Literaturwissenschaftler, prägt den Begriff der „Einflussangst“ und wie alle, die etwas erschaffen, davon betroffen sind. Sein Zitat konntest du schon lesen und jetzt frage ich dich – was hältst du davon?

In unserem Tun, bilden wir da nur andere nach? Wenn wir Idole und Vorbilder haben, seien es Arbeitskolleginnen oder Fremde, richten wir uns dann so stark nach ihnen, dass wir eigentlich gar nicht mehr wir selbst sind? Sind wir dann nur Replika ihres Schaffens und gar nicht mehr wir selbst?

Laut Bloom gibt es auch keine Möglichkeit dieser Angst, die gegen unsere Vorgängerinnen und Vorgänger gerichtet ist, zu entfliehen. Wir sind also gar nicht so originell und revolutionär, wie wir es gerne glauben würden. So auch ich nicht mit diesem Blog – ich bin nicht die Erste und nach mir werden noch Frauen folgen.

 

Wenn du dich noch mehr in das Thema hineinlesen willst: Harold Blooms‘ „Einfluss-Angst. Eine Theorie der Dichtung“ oder aber auch „Eine Topographie des Fehllesens“.

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