Früher hat mich mein Vater „Prinzessin Pia“ genannt – und mit früher meine ich letzte Woche. Als kleines Mädchen fand ich es cool, eine Prinzessin konnte verlangen, was sie wollte. Jeder Wunsch wurde ihr erfüllt, keinen Finger musste sie krümmen.

So lief mein Prinzessinnenleben nicht, wenn ich mal so ehrlich sein darf.

Ich habe mich eher wie eine Prinzessin gefüllt, die ständig Probleme hat. Ob es meine Verliebtheit in den Jungen aus der Nebenklasse, der mich einfach nicht bemerkte beziehungsweise mir einfach nicht seine unsterbliche Liebe gestand, die nächtliche Angst in den dunklen Gassen oder soziale Ablehnung bei meinen Klassenkameradinnen, weil sie japanische Videospiele komisch fanden.

Ständig dachte ich, dass mir die Dinge in meinem Leben nun mal passieren und es an mir liegt, zu reagieren. Erst später habe ich bemerkt, dass ich niemals agiert habe. Ich habe nicht mit dem Jungen gesprochen, den ich mag, ich habe die anderen Mädchen nicht gefragt, wieso sie japanische Videospiele komisch fanden – dass Mario Kart auch ein japanisches Videospiel ist, wollten sie mir übrigens nie glauben.

Gut, dann habe ich bemerkt, dass ich reagiere und nie agiere. Trotzdem habe ich ein paar Jahre nichts verändert. Ich habe mir selbst zugesehen… Dieser Wandel ging langsam von statten und manchmal rutscht man viele Stufen zurück und muss den Prozess wieder neu starten.

Heute nennt mich mein Vater noch „Prinzessin Pia“, was okay ist, mich selbst werde ich aber so nie sehen. Eine Prinzessin geht schließlich nicht wöchentlich boxen um nachts in den dunklen Gassen keine Angst mehr zu haben – oder vielleicht doch?

Vor einiger Zeit habe ich mir eine Audioaufnahme angehört, die mein Leben tatsächlich geändert hat. Meinen Standpunkt, meinen Blickwinkel zur Welt, wenn ich das so sagen darf.

Earl Nightingale war sozusagen der Urvater aller Motivationsredner und „The Strangest Secret“ hat ihn von einem Tag auf den anderen berühmt gemacht.

Im Prinzip muss man verinnerlichen, dass die Gedanken, die man so vor sich hindenkt, die Zukunft bestimmen werden. Wenn ich die ganze Zeit an das Peinliche denke, dass ich die Woche zuvor zu meinem Freund gesagt habe, wird mir nichts allzu Gutes passieren. Wenn ich aber an das denke, was ich mir wünsche, dann wird alles gut und der Erfüllung meiner Träume steht nichts im Weg. Wichtig ist auch, nicht an das zu denken, wovor man Angst hat, weswegen man sich Sorgen macht. Hört sich vielleicht zu einfach, zu esoterisch und zu seltsam an – eben „The Strangest Secret“. Denn wenn du an etwas glaubst, wird es dir auch so geschehen. In der Psychologie nennt man das den „Primacy Effekt“, dem ich selbst auch schon zum Opfer gefallen bin.

Wieso dann nicht alle ihre Wünsche und Träume erfüllen? Weil positiv denken verdammt schwer ist. Ich bemerke selbst, dass ich oft noch hineinschlittere – aber Schritt für Schritt wird es besser.

Wenn du Lust hast, auch ein wenig über „The Strangest Secret“ zu erfahren, gibt es hier die Originalaufnahme und die Analyse – beide sehr empfehlenswert.

Wenn du noch nicht weißt, was du diesen Sommer machen willst, hör‘ auf mich: Mach einen Sprachkurs!

Eine neue Sprache öffnet dir Welten! Du lernst etwas Neues, du hast Spaß und kannst deine Persönlichkeit weiterbilden. Und, wenn du das nächste Mal auf Urlaub fährst, kannst du dich darin ausüben…

Die Form in der Poesie ist unübersetzbar sagte Jakobson, so auch eine jede Sprache auf dieser Welt. Klar, es gibt Übersetzungen, aber man kann nicht alles übersetzen. Diese Feinheiten kann man nur durchschauen, wenn man der anderen Sprache bewandert ist…

Wenn du noch nicht weißt, welche du dir aussuchen willst, gibt es hier eine Sprachquiz von Babbel 🙂 Na komm schon, trau‘ dich!!!