Meine erste große Liebe

Ich hab mich letztens mal an das Gefühl erinnert, wie es war, sich zum ersten Mal zu verlieben. Bei mir war das in der Volksschule und ich kann jetzt noch die Aufregung im Bauch spüren, wenn ich versucht habe, bei seiner Klasse vorbeizugehen und ihn auf mich aufmerksam zu machen. Und wie glücklich es mich machte, ihn zu sehen… Das Highlight meiner jungen Jahre: Er hat sich in mein Freundschaftsbuch eingeschrieben.

Früher habe ich anders geliebt, als heute. Früher wollte ich Besitz ergreifen und etwas nur für mich behalten. Niemandem von meinem Schatz erzählen und meinen Schatz gefangen halten. Ich war ein Gollum. Ich war eifersüchtig auf andere Mädchen, wenn sie ihm zu „nahe“ kamen, aber das tat sowieso jedes. Auch, wenn sie nur vorbeiging. Wie verrückt diese Gedanken sind, ist mir erst spät aufgefallen.

Heute ist das anders. Ich verstehe, dass man nicht von einer Person erwarten kann, dass alle Wünsche und Erwartungen erfüllt werden. Ich will es auch gar nicht mehr. Ich wünsche mir niemanden, der mein Leben für mich „ertragbar“ macht. Ich will selbst mein Leben in die Hand nehmen und etwas dafür tun, damit mein Leben schön ist und es mir gefällt. Wenn dann jemand da ist, mit dem mich mein Leben und meine Freuden teilen kann, ist das mehr, als ich mir wünschen kann.

Die Pia von heute würde die Pia von gestern nerven, weil sie neunmalklug ist, aber das ist ja nichts Neues. Wer würde seinem vergangenem Ich nicht die Leviten lesen, wenn wir ehrlich sind…

Nachdenkliches

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