Gratulation an dich! Du hast die Matura!

Es ist allerhöchste Zeit, einen High School Musical Outburst zu haben und jedes einzelne Wort dieses Songs auch nach all den Jahren immer noch zu kennen…

Alle anderen werden sich fragen: „Und jetzt? Zählt Matura überhaupt noch was?“.

Gespaltene Meinungen ranken sich um die Matura – seit ein paar Jahren die Neue Reifepruefung in Oesterreich genannt. Ob man mit dem neuen Schliff dafuer sorgen wollte, dass sie wichtger angesehen wird, bleibt dir, liebe Leserin und lieber Leser ueberlassen.

Ob dir etwas wichtig ist, haengt vom Kontext ab, deinem Leben, deinen Zielen, deinen Werten. So kann es sein, dass Matura fuer dich egal ist, weil du nie studieren willst. Wenn du jetzt aber ein Maturant oder eine Maturantin bist, lass mich dir bitte sagen:

Gratulation, toll gemacht. Das war nicht so leicht!

Ob nun deine Matura wirklich etwas zählt wird man sehen, denn du bist es ja, der oder die daraus etwas macht. Stell dir vor, deine Matura ist dein persoenlicher Geschmacksverstaerker: Du kannst deinen Geschmack verbessern, aber gaenzlich aendern wird er es nicht.

Meine Matura ist nun ganze drei Jahre her. Was ich dir also nun für einen Ratschlag geben kann?

Natürlich kann man im Nachhinein immer sagen, dass es nicht so schlimm war. Wieder ein Moment, in dem ich gerne Zeitreisen nutzen würde – um mir eine Schelle zu verpassen und mir zu sagen, dass ich mich gefälligst entspannen soll. Das letzte Schuljahr habe ich  nicht so recht genießen können, weil ich mir viele Sorgen gemacht habe. Manche waren davon berechtigt und haben mir geholfen, anderen einen Schritt weiter voraus zu sein, manche davon haben mich daran gehindert, Spaß zu haben. Ein „richtig“ und ein „falsch“ gibt es da glaube ich nicht. Mache das, was dir und deinem Bauchgefühl richtig vorkommt.

Egal, wie deine Notenergebnisse nun sind, hart erarbeitet oder schwimmend knapp erreicht, schätze es wert. Ich kenne Menschen, die mehrere hundert Euro für einen Antritt bei der Reifeprüfung zahlen – für ein einziges Fach. Und sei aber auch ordentlich stolz auf dich.

Knapp 1000 Tage ist es her, dass ich die Schulbank gedrueckt habe. Seit diesem Jahr faellt mir diese Zahl immer mehr auf. In diesen drei Jahren habe ich viel gesehen: Freundschaften, Beziehungen, Affären, Liebesgeständnisse, Kündigungen, Ausbildungen, Jobs, Träume, Konflikte und Abstürze. Ich frage mich eigentlich, was ich noch nicht gesehen habe. Dann erinnere ich mich daran, dass ich erst 21 Jahre alt bin. Die ganzen 20er sind von lebensentscheidenden Ereignissen gepflastert, habe ich mir sagen lassen. Ich hab also keinen blassen Schimmer, was alles noch kommt und kann gar keinen Ratschlag geben.

Das Geheimnis für ein Leben nach der Schule ist es, zu wissen, dass die Schule eigentlich nie aufhört, so lahm sich das auch anhört.

Am Ende sage ich dir, lieber Maturant und liebe Maturantin, dass du bei den ganzen Freuden, Sorgen und Träumen nicht vergisst, auch ab und zu Spaß zu haben. Und wenn einmal etwas nicht klappt, denke daran:

  1. Es soll sein.
  2. Es soll noch nicht sein.
  3. Es kommt etwas Besseres auf dich zu.

 

Ich hab mich letztens mal an das Gefühl erinnert, wie es war, sich zum ersten Mal zu verlieben. Bei mir war das in der Volksschule und ich kann jetzt noch die Aufregung im Bauch spüren, wenn ich versucht habe, bei seiner Klasse vorbeizugehen und ihn auf mich aufmerksam zu machen. Und wie glücklich es mich machte, ihn zu sehen… Das Highlight meiner jungen Jahre: Er hat sich in mein Freundschaftsbuch eingeschrieben.

Früher habe ich anders geliebt, als heute. Früher wollte ich Besitz ergreifen und etwas nur für mich behalten. Niemandem von meinem Schatz erzählen und meinen Schatz gefangen halten. Ich war ein Gollum. Ich war eifersüchtig auf andere Mädchen, wenn sie ihm zu „nahe“ kamen, aber das tat sowieso jedes. Auch, wenn sie nur vorbeiging. Wie verrückt diese Gedanken sind, ist mir erst spät aufgefallen.

Heute ist das anders. Ich verstehe, dass man nicht von einer Person erwarten kann, dass alle Wünsche und Erwartungen erfüllt werden. Ich will es auch gar nicht mehr. Ich wünsche mir niemanden, der mein Leben für mich „ertragbar“ macht. Ich will selbst mein Leben in die Hand nehmen und etwas dafür tun, damit mein Leben schön ist und es mir gefällt. Wenn dann jemand da ist, mit dem mich mein Leben und meine Freuden teilen kann, ist das mehr, als ich mir wünschen kann.

Die Pia von heute würde die Pia von gestern nerven, weil sie neunmalklug ist, aber das ist ja nichts Neues. Wer würde seinem vergangenem Ich nicht die Leviten lesen, wenn wir ehrlich sind…

„Schule, bist du stolz darauf, was du getan hast? Millionen von Menschen in Roboter zu verwandeln?“

„Die Welt ist fortgeschritten und jetzt brauchen wir Menschen, die kreativ denken , innovativ und unabhängig sind.“

„Aber wenn ein Doktor, so wie die Schule, all seinen Patienten dieselbe Medizin verschreibt, wären die Ergebnisse undenkbar!“

„Mathematik ist wichtig, aber nicht wichtiger als Kunst und Tanz. Geben wir jeder Begabung dieselbe Chance.“

„Auch wenn Schüler jetzt 20% der Weltbevölkerung ausmachen… Machen sie 100% der Zukunft aus.“

Juhuuuuuu! Im Zuge meiner Freiwilligenarbeit beim Lernprojekt UniClub des Kinderbüros der Universität Wien war ich bei der Preisverleihung für den „Sustainability Award“, der Hochschulprojekte auszeichnet, die sich nachhaltigen Themen widmen. Und unser Projekt hat in „Studentische Initiativen“ gewonnen…

Als wäre das nicht schon genug, durfte ich als Krönung auch noch einen Gastbeitrag für den univie Blog schreiben! 🙂

Wenn du Interesse hast, kannst du reinlesen, würde mich und das Team sehr freuen!

Lies mich, ich kann dein Leben verändern.

Eigentlich kann ich Fettnäpfchen gut ausweichen, weil ich planen und recherchieren liebe. Trotzdem erwischt einen im Leben früher oder später einfach alles. Ich will gar nicht näher darauf eingehen, sondern dir sagen, was du tun solltest, wenn du in ein Fettnäpfchen trittst. Oder anders gesagt: Mach nicht denselben Fehler wie ich.

  • Am Wichtigsten: Atmen, atmen, atmen. 
  • Weniger denken, wie beschissen das jetzt war, sondern bei den betreffenden Personen entschuldigen.
  • Seit nicht zu hart zu dir selbst… Genau an dem muss ich wirklich noch verstärkt arbeiten. Endlich.

Am Ende kommt man natürlich verschlammt und dreckig auf der anderen Seite des Fettnäpfchens heraus. Die Frage ist, wie du darauf reagierst, für welche Emotionen du dich entscheidest und, ob du etwas daraus lernst.

Manchmal ist es aber auch okay, wenn man es einfach richtig beschissen findet… Kopf hoch, das wird schon! 🙂

Jemanden und all seine Handlungen zu idealisieren ist kritisch.

Idole können weh tun.

Sie können dich enttäuschen.

Früher fand ich die Idee toll, Idole in meinem Leben zu haben und sie als Motivation zu verwenden. Sie haben mich jahrelang begleitet, ich habe zu ihnen aufgesehen, sie angefeuert und von ihnen gelernt.

Mit den Veränderungen des Lebens geschahen aber auch Wandel in den Wesen, in meinem und in ihrem. Es ist schwierig von einem Menschen zu verlangen, sich niemals zu verändern. Wenn dann also nun so eine Veränderung stattfindet und dich verletzt, kann es auch schwierig sein, damit umzugehen.

Ich habe daran nicht gedacht und es verdrängt, ich habe gelogen darüber, dass es mir damit nicht gut geht und ich habe versucht, an meinem Mindset zu tüfteln. Ich habe versucht, mir die Schuld dafür zu geben.

War das klug? Hat mir das gut getan?

Nein.

Überlege dir also gut, wer dein Idol ist.

Früher hatte ich viele Idole, viele die mir geholfen haben zu der Frau zu werden, die ich heute bin, aber auch viele, die mich verletzt haben. Eine Weile ging es mir gut damit, zu niemandem aufzusehen, niemanden anzufeuern und mich von niemandem inspirieren zu lassen.

Jetzt habe ich wieder ein Idol, das mir dabei hilft, jeden Tag ein besserer Mensch zu werden.

Ich selbst.