Über frühere „Mobbingtäterinnen und -täter“…

Oft habe ich mir vorgestellt, dass sie über mich reden und sagen: „Oh, also Pia, die ich früher mit ihrem Namen immer verarscht habe, die macht jetzt eigentlich doch recht viel aus ihrem Leben. Ist echt cool, ich freue mich für sie“.

Die Realität ist das aber nicht und jetzt, nach ein paar Jahren kann ich mir das eingestehen. Natürlich will man, dass die Menschen, die einmal gemein waren, Rache erhalten. Nicht durch meine Hand, so viel ist klar, aber einfach durch das Leben selbst. Ich bin auch keiner der ehrwürdigen Ronin und wünsche mir extreme Rache – ich will nur, dass sie es bereuen, zu mir gemein gewesen zu sein.

Es interessiert aber keinen. Und das ist irgendwie okay. Ich weiß selbst, dass ich kein Engel bin. Kinder und Jugendliche können grausam sein und ich zähle mein vergangenes Ich manchmal auch zu dieser Sorte. Ich will gar nicht wissen, welchem Jungen und welchem Mädchen ich mal ein schlechtes Gefühl verpasst habe.

Am Ende ist es egal, was man in seinem Leben erreicht. Welche Titel du an deinen Namen hängst, wo du auf Urlaub hinfährst, wie viel Reichtum angespart wird oder wie viele Likes du hast. Am Ende merken sich die Leute nämlich nur eines: Welches Gefühl sie hatten, wenn sie bei dir waren. Hast du sie zum Lachen gebracht? Hast du sie zum Nachdenken gebracht? Hast du sie wütend gemacht?

Wenn du eine Person bist, der die anderen Menschen um sich herum erfreut, dann merken sich das die Leute.

Und wenn du andere Leute verarscht, merken die sich das auch.

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