Erinnerungen an meinen Sommer 2012

Wir schreiben das Jahr 2012 und ich bin 15 Jahre alt. Was du über mich wissen musst:

  • Ich gehe bald in die Oberstufe eines Gymnasiums und bin sehr nervös deswegen, weil ich nur einen Menschen dort kenne. So mache ich mir, dass wieder „das erste Mal“ mit Menschen reden muss.
  • Ich habe einen Pony, den ich mir selber schneide, weil mir ein Youtubevideo das Vertrauen vermittelt, es gut zu können. (Ich kann es nicht, aber das weiß ich erst nach Jahren der Selbstreflexion.)
  • Ich mache noch mir keine Sorgen darüber, mich „sexy“ zu verhalten oder meinen Körper „straffen“ zu müssen.
  • Ich bin verliebt in einen Jungen, aber alleine die Freude an ihn zu denken reicht mir völlig. Dass man jemandem seine Gefühle mitteilen kann, habe ich nicht gewusst. (Dass aus dieser Geschichte nie etwas wurde, muss ich dir wohl nicht sagen.)

Was habe ich also diese 60 heißen, freien Tage lang gemacht?

Ich habe ein Videospiel gespielt. Kingdom Hearts II. 

Und das war’s eigentlich schon.

So und das war’s für den heutigen Blogeintrag, Danke und dere, es war mir eine Ehre!

Du wirst dir vielleicht jetzt denken, wie traurig mein Leben war.

Das kann ich verstehen – wenn du selbst noch nie  in eine Geschichte eingetaucht bist, egal, ob das jetzt ein Buch ist oder ein Film oder eben ein „böses“ Videospiel. (Den Sommer mit der Büchersucht hatte ich auch einmal und der war sicherlich schlechter für meinen Rücken als das Videospiel.)

Meine Erinnerungen an diesen Sommer mit Kingdom Hearts II sind einfach wunderbar.

Mein kleiner Bruder hat mir beim Spielen zugesehen und wir haben tagtäglich mitgefiebert, was wohl passieren würde. Was wir am besten wann tun, wo wir im Internet nachrecherchieren und was die beste Technik ist.

Meine Gedanken kreisten um diese Geschichte. Wie sie hoffentlich weitergeht, welche Charaktere sich wo treffen und wer im Hintergrund all die Fäden zieht.

Meine Mama war natürlich nicht sehr erfreut darüber, dass ich so viel Zeit vor dem Bildschirm verbracht habe und hat mich daraufhin zu einer täglichen Sonnenstunde „gezwungen“. In dieser habe ich gegessen und die Musik vom Videospiel gehört. (Wie gesagt, dieses Videospiel war mein Leben.)

Passender Titel: Lazy Afternoons. Der perfekte Sommerferien-Soundtrack.

Nun habe ich diese Musik gestern gehört und hatte die Zeitreise meines Lebens.

Ich habe mich daran erinnert, wie mein Leben damals war. Nicht einfacher, nicht langweiliger, nicht besser – einfach anders.

Eines hat sich aber seit diesem Sommer 2012 nicht verändert…

Ich liebe immer noch dieses Videospiel, ich liebe immer noch diese Musik und ich liebe noch immer all meine Gedanken, die sich auch heute noch um diese Geschichte kreisen. 

 

 

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