Wie toll es sich anfühlt, japanische Schriftzeichen lesen zu können

Ich lerne jetzt seit mehreren Monaten Japanisch. Ich befinde mich noch in den tiefen, nassen Moren des A1s, was wohl noch für die nächste Zeit mein Zuhause sein wird. Ich finde das aber gar nicht so schlimm.

Im Gegenteil: Ich mag es, dass mich noch die meisten Sachen verwirren. Irgendwann wird mir das leicht fallen und ich will es genießen, dass ich es noch lerne.

Am Anfang konnte ich noch nicht einmal die verschiedenen „Alphabete“, also Hiragana, Katakana und Kanji auseinanderhalten – das ist mir jetzt völlig unbeschreiblich. Beide „Alphabete“ kann ich jetzt, nun steht mir das Tor zu den rund 2.000 chinesischen Zeichen offen. Alles wartet nur auf meinen Lerneifer.

Wieso man eigentlich Chinesisch lernen muss, um Japanisch zu können, ist eine ganz spannende Sache. Die Japaner übernahmen des Chinesen Zeichen, obwohl die beiden Sprachen sich überhaupt nicht ähnlich sind und ganz anders funktionieren. Man kann aber mit Idiogrammen, die die chinesischen Zeichen nun mal sind, Platz sparen!

Das Wort Sa-Ku-Ra, das aus drei japanischen Zeichen bestehen würde, wird so durch eines ersetzt! 🙂

Und dann kommt noch die Tatsache dazu, dass die meisten chinesischen Zeichen im Japanischen zwei bis fünf verschiedene Lesarten besitzen – also anders ausgesprochen werden.

Deswegen sprach ich zuvor vom Lerneifer – den braucht man nämlich, um diese Sprache zu verstehen.

Wenn meine Augen nun über japanische Zeilen wandeln, spüre ich noch die alten Hindernisse und sehe, bei welchen Zeichen ich mir früher schwer getan habe. Jetzt sehe ich meinen Fortschritt. Ich sehe, was machbar ist und was machbar sein könnte.

Wie ich lerne

Ich mache einen Sprachkurs an der Universität Wien, der wöchentlich 2 1/2 Stunden dauert. Das ist cool, weil ich Menschen treffen, die diese Sprache auch mögen und lernen möchten. Das Wichtigste für mich ist aber das Selbststudium – dort schreibe, schreibe, schreibe ich.

Mit Apps habe ich persönlich nicht so die gute Erfahrung, weil ich immer vergesse, sie zu machen. Wenn ich aber meine kleine Japanisch-Fibel mitnehme, wenn ich unterwegs bin, dann lese ich sie immer durch.

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Hier schreibe ich ALLES hinein, was ich wichtig finde! Ob aus dem Unterricht, einem Video oder meinen Sprachbüchern.

Sonst arbeite ich auch gerne mit Karteikarten und klebe mein Zimmer, das WC und die Küche mit den Vokabeln voll. Ich bin mir bewusst, dass das Ganze sehr verrückt aussehen muss von außen.

Ich bin auch kürzlich erst auf eine Erleuchtung gestoßen: Ich liebe Japan. In der Japanischen Botschaft war ich aber noch nie. Ziemlich dämlich, wohlgemerkt. Den letzten Monat habe ich dort viel Zeit verbracht und war erstaunt, wie viele Gratisangebote es dort gibt (wenn du auch Interesse hast: Hier kommst du zur Japanischen Botschaft in Wien!)

In meiner Freizeit schaue ich gerne Youtuber, die in Japan leben und „sauge“ so alles auf, was ich nur kriegen kann. Hier kann ich dir empfehlen:

Abroad in Japan:

Rachel and Jun:

Internationally Me:

Wenn du auch Interesse hast, Japanisch zu lernen, kann ich dir hier ein paar Tipps geben. Die folgenden Dinge helfen mir und es würde mich freuen, wenn sie dir auch helfen 🙂

Hiragana in einer Stunde lernen:

Katakana in einer Stunde lernen:

Spannender Podcast:

 

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