Ich schreibe gerne über Youtube, da es meine Lieblingsplattform ist und ich mich am meisten damit identifiziere. Seit einigen Monaten gibt es da einen Youtuber, der mich Video für Video zum Lachen bringt – sein Name ist Shane Dawson.

Ich kenne ihn schon länger, nur haben mir bis vor einiger Zeit seine Videoinhalte nicht sehr gut gefallen. Dann vor einigen Monaten habe ich ihn wiederentdeckt und mir ist aufgefallen, wie sehr er sich verändert hat.

Spannend ist, dass man in den letzten zehn Jahren seiner Youtubekarriere eine wirkliche Verwandlung sehen kann. Seine Inhalte verändern sich, die Art zu sprechen und vor allem seine Witze. Ich sehe gerne seine Videos, da er mich einfach zum Lachen bringt, egal ob ich will oder nicht.

Seine letzten Videos werden immer länger und erinnern eher an eine Fernsehserie, als an ein „Webvideo“. Manchmal macht er seinen Freundinnen und Freunden eine große Überraschung, manchmal geht er auf Geisterjagd mit ihnen. Es ist ein running gag, dass er sich selbst „pig“ nennt, da er Probleme mit seinem Selbstbild hat. Normalerweise ein sensibles Thema, aber er geht damit offen um und gewährt Einblick in seine Gedanken. Gerade diese Offenheit gefällt mir und hilft mir auch irgendwie, ehrlicher zu mir selbst und den Menschen in meiner Umgebung zu sein.

Hier unten siehst du die Videos, die ich einem Shane-Neuling empfehlen würde.

Viel Spaß beim Ansehen!

Ja, mir ist schon klar, dass die Beatles für die meisten nichts Neues sein werden. Oder, anders formuliert: Ich hoffe, dass die Beatles für die meisten nichts Neues sind!

Mit meiner Schwester habe ich oft ihre Musik gehört, da wir die 25 Best Hits CD bei meinen Eltern zuhause hatten. Help, I need somebody, help not just anybody – das Lied habe ich während schweren Prüfungsphasen oft vor mich hingesungen.

Jetzt, viele Jahre später, aber noch immer mit Prüfungsphasen konfrontiert, habe ich mich wieder daran erinnert.

Aber kennst du das auch? Eine Musikerin oder einen Musiker, die oder der für dich selbstverständlich ist? Und bei dem du Gänsehaut bekommst, wenn andere sagen, dass sie noch nie etwas von ihr oder von ihm gehört haben?

Neulich hat mich jemand in die fernen Blumengärten Hirschstettens im Nordosten Wiens geführt. Ja das schreibe ich so, als hätte ich eine Weltreise überstanden, denn gefühlt war es eine. Von Tür zu Tür war es ein gutes Stündchen und so lange brauche ich normalerweise, um meine Familie in Niederösterreich zu besuchen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hatte große Erwartungen an so einen fernen Ort. Und noch länger auf die Folter spannen will ich dich auch nicht – es hat sich gelohnt. Sehr.

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Der Frühling ist in Hirschstetten in voller Blüte

Hirschstetten wird von den Wiener Stadtgärten geleitet und hat ein sehr weitläufiges Areal mit allerhand Dingen, die man entdecken kann. Selbst, wenn man zwei Stunden dort verbringt, wird man sich noch nicht alles angesehen haben.

Es gibt Themengärten (Indischer, Englischer oder Mexikanischer Garten beispielsweise), einen Schildkrötengarten, einen Strand und den Zoo Hirschstetten. Das ist bei weitem  nicht alles und wenn ich ehrlich bin, wüsste ich gar nicht, wie ich alles aufzählen sollte. Toll ist, dass der Eintritt gratis ist, man einige Cafés findet und sich auch kaltes Wasser auffüllen kann.

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Wolkenloser Himmel über Hirschstetten

Auch für Kinder eignet sich Hirschstetten, vor allem der Irrgarten macht Spaß (auch, wenn man kein Kinder mehr ist😉)

Mit zwei Eingängen kann man sich aussuchen, ob man zunächst das Palmenhaus sehen will oder lieber den idyllischen Eingang mit Ziegen zur Seite.

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Der „Ziegeneingang“ 

Anfahrt zum „Idyllischen Eingang mit Ziegen und Co.“: U1 bis Kagraner Platz und dann Straßenbahnlinie 26 bis Station Oberfeldgasse / Spargelfeldstraße.

Kleiner Tipp noch zum Schluss: Kappe, Sonnencreme und Uno mitnehmen!

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Achtung es brennt heiß herunter!
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Wein wird hier auch angebaut

Was heißt es eigentlich, sich selbst zu finden?

Zu wissen, wer man ist?

Aber wenn ja, man verändert sich doch, manchmal sogar von Tag zu Tag. Heißt das dann, dass dieser Prozess niemals vollendet sein wird?

Dass man niemals ein Hakerl in dem Kästchen mit „To-Do“ machen kann?

Irgendwie hat mich dieser Gedanke früher sehr belastet. Dass ich mich doch niemals kennen werde, weil ich mich noch verändere.

Wie ich bei wichtigen Entscheidung nach einigen Jahren anders agiert hätte, macht mir Angst. Was, wenn ich die heutige Entscheidung auch bereuen werde?

Am Ende verstehe ich meine Angst. Ich bin mir nicht böse. Aber am entscheidenden Punkt weiß ich dann auch, dass man Angst haben , aber auch zugleich mutig sein kann.

Gerade die Unbeständigkeit macht das Leben rund und schön. Man kann versuchen, sein Leben so zu leben, dass es im Einklang mit seinen Moralvorstellungen, seinen Leidenschaften und seinem Herzen ist.

Und sich selbst zu finden, sich selbst zu kennen, das wird kein „To-Do“ mehr sein, sondern ein Hobby, das einem Spaß macht.

Hier habe ich zwei Videos für dich, die sich mit dem Thema beschäftigen 🙂

Vor ein paar Wochen wandelte ich durch das Haus meines Großvaters. Viel kleiner wirkte es so nun auf mich. Das Haus fühlt sich nicht nur kleiner, sondern auch anders an.

Es ist vertraut und unbekannt zugleich. Spüren konnte ich noch, wie ich früher in den dunklen Ecken des Hauses Angst hatte. Opa war da und hat mir geholfen.

Jetzt aber ist es anders.

Ich höre die Geräusche von Kleidung, wie sie in einen Karton gestopft wird.

Ich höre auch, wie in einem Berg von Zettelwerk gestöbert und nach Antworten gesucht wird.

Ich sitze am Tisch, der mir früher auch viel größer vorkam, sehe die Kerze an.

Langsam verliere ich mich in den Flammen und höre plötzlich das Kichern meines kleinen Bruders, der in der Werkstatt sitzt und das Lachen meiner beiden Cousinen, die zeichnen.

Und dann kommt ganz melodisch plötzlich der Klang einer Mundharmonika.

So war es immer bei Opa. Er konnte herzlich lachen und verzauberte alle mit diesem Instrument.

Im Winter bauten wir Schneeburgen, versteckten uns hinterm dem Ofen und sahen uns „Die Drei Musketiere“ an.

Im Sommer kochten wir mit Pflanzen, fuhren Rad im Garten und verkleideten uns.

Wie die Vögel zwitscherten, als ich das Wasser im Teich beobachtete, wie es immer und immer grüner wurde, das weiß ich noch ganz genau.

Wie er uns von der Schule abholte und uns ein Eis kaufte, das weiß ich noch ganz genau.

Wie wir zusammen einkaufen waren und seinem Lieblingscafe einen Besuch abstatteten, das weiß ich noch ganz genau.

Ich erinnere mich nicht klar an ein bestimmtes Gespräch, dafür aber an das Gefühl, bei ihm zu sein. Im Hintergrund höre ich, wie Biene Maja läuft und ich sehe, wie die Sonne schief durch das Fenster scheint, durch all die grünen Pflanzen, die davorstehen. Oma bringt mir Weintrauben und Kekse auf einem Teller. Und dann sehe ich eine große, schwere Uhr, die auf einem Handgelenk ruht und ein verschmitztes Lächeln, wenn Oma sich gerade wegdreht.

Plötzlich wird mir heißt und mir fällt auf, dass ich noch immer in diese Kerze hineinstarre.

Ich lerne jetzt seit mehreren Monaten Japanisch. Ich befinde mich noch in den tiefen, nassen Moren des A1s, was wohl noch für die nächste Zeit mein Zuhause sein wird. Ich finde das aber gar nicht so schlimm.

Im Gegenteil: Ich mag es, dass mich noch die meisten Sachen verwirren. Irgendwann wird mir das leicht fallen und ich will es genießen, dass ich es noch lerne.

Am Anfang konnte ich noch nicht einmal die verschiedenen „Alphabete“, also Hiragana, Katakana und Kanji auseinanderhalten – das ist mir jetzt völlig unbeschreiblich. Beide „Alphabete“ kann ich jetzt, nun steht mir das Tor zu den rund 2.000 chinesischen Zeichen offen. Alles wartet nur auf meinen Lerneifer.

Wieso man eigentlich Chinesisch lernen muss, um Japanisch zu können, ist eine ganz spannende Sache. Die Japaner übernahmen des Chinesen Zeichen, obwohl die beiden Sprachen sich überhaupt nicht ähnlich sind und ganz anders funktionieren. Man kann aber mit Idiogrammen, die die chinesischen Zeichen nun mal sind, Platz sparen!

Das Wort Sa-Ku-Ra, das aus drei japanischen Zeichen bestehen würde, wird so durch eines ersetzt! 🙂

Und dann kommt noch die Tatsache dazu, dass die meisten chinesischen Zeichen im Japanischen zwei bis fünf verschiedene Lesarten besitzen – also anders ausgesprochen werden.

Deswegen sprach ich zuvor vom Lerneifer – den braucht man nämlich, um diese Sprache zu verstehen.

Wenn meine Augen nun über japanische Zeilen wandeln, spüre ich noch die alten Hindernisse und sehe, bei welchen Zeichen ich mir früher schwer getan habe. Jetzt sehe ich meinen Fortschritt. Ich sehe, was machbar ist und was machbar sein könnte.

Wie ich lerne

Ich mache einen Sprachkurs an der Universität Wien, der wöchentlich 2 1/2 Stunden dauert. Das ist cool, weil ich Menschen treffen, die diese Sprache auch mögen und lernen möchten. Das Wichtigste für mich ist aber das Selbststudium – dort schreibe, schreibe, schreibe ich.

Mit Apps habe ich persönlich nicht so die gute Erfahrung, weil ich immer vergesse, sie zu machen. Wenn ich aber meine kleine Japanisch-Fibel mitnehme, wenn ich unterwegs bin, dann lese ich sie immer durch.

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Hier schreibe ich ALLES hinein, was ich wichtig finde! Ob aus dem Unterricht, einem Video oder meinen Sprachbüchern.

Sonst arbeite ich auch gerne mit Karteikarten und klebe mein Zimmer, das WC und die Küche mit den Vokabeln voll. Ich bin mir bewusst, dass das Ganze sehr verrückt aussehen muss von außen.

Ich bin auch kürzlich erst auf eine Erleuchtung gestoßen: Ich liebe Japan. In der Japanischen Botschaft war ich aber noch nie. Ziemlich dämlich, wohlgemerkt. Den letzten Monat habe ich dort viel Zeit verbracht und war erstaunt, wie viele Gratisangebote es dort gibt (wenn du auch Interesse hast: Hier kommst du zur Japanischen Botschaft in Wien!)

In meiner Freizeit schaue ich gerne Youtuber, die in Japan leben und „sauge“ so alles auf, was ich nur kriegen kann. Hier kann ich dir empfehlen:

Abroad in Japan:

Rachel and Jun:

Internationally Me:

Wenn du auch Interesse hast, Japanisch zu lernen, kann ich dir hier ein paar Tipps geben. Die folgenden Dinge helfen mir und es würde mich freuen, wenn sie dir auch helfen 🙂

Hiragana in einer Stunde lernen:

Katakana in einer Stunde lernen:

Spannender Podcast: