Wieso Shaolin Kung Fu Mönche der Hammer sind

Sicher hast du schon einmal von ihnen gehört: Shaolin Kung Fu Mönche.

Wer sie genau sind, wusste ich selbst nicht, als ich mich mit meinem Papa gemeinsam auf dem Weg zum Museumsquartier machte. Ich war dort um ihn einzuladen, als Geste der Dankbarkeit für so viele Jahre an Beistand und Glauben. Außerdem hatte ich den Verdacht, dass es ihm gefallen würde.

Dass mich aber dieses Event auch einen Monat danach beschäftigen würde, hätte ich nicht gedacht.

Der Nachmittag entfaltete sich einerseits als Einführung in das Thema, andererseits spektakulären Live-Acts. Weiter unten habe ich dir ein Video verlinkt, in dem man die aktuellen Highlights gut nachvollziehen kann.

Am besten hat mir der ältere Herr gefallen, der vorführte, wie beweglich er noch ist. Er streckte sein Knie geradeheraus, bewegte seinen Oberkörper nach unten und versuchte, seinen Fuß zu berühren. Mir blieb die Spucke weg, als ich dann sah, als er plötzlich den Fuß in seinen Mund steckte. So weit konnte er sich nach unten dehnen.

Mein Papa lachte nur laut auf. Wenn man so etwas einmal sieht, erhält man gleich ein großes Stück Perspektive. Man denkt an die eigene Gesundheit. Dass ich nicht mal mit den Fingerspitzen meine Füße berühren kann, ist hoffentlich offensichtlich.

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Der alles andere als gebrechliche Mann!

Es wurde auch die Philosophie erklärt, wie es möglich ist, dass die Mönche über Messer gehen und nicht bluten: Ihr Geist ist stärker als der Schmerz. Mithilfe ihres Willens überwinden sie alles.

Der Mensch erhält in dieser Bewegung einen Handlungsrahmen, in dem die eigenen Gedanken und Einstellungen zählen.

Manche behaupten, dass das in der Realität nicht so ist und, dass man eher reagiert, als agiert. Ich sehe das anders: Es ist besser, viel zu tun und enttäuscht zu werden, als nichts zu tun und niemals zu erfahren, was möglich gewesen wäre.

Trotzdem kam ich beim Zusehen auch nicht umhin mich zu fragen, wie diese jungen Männer ihren Weg zu so einer Welttournee und so auch nach Wien finden… Und ob sie während dieser Zeit gut behandelt werden. Und, was sie so denken, wenn sie eine Stadt sehen. Was sie von dieser anderen Welt halten. Ab und zu erhält man durch äußere Einflüsse plötzlich die Idee, wie man die Welt wieder mit anderen Augen sehen kann.

Nach zwei Stunden bin ich mit einem Lächeln, Motivation und der Bestätigung, dass man immer selbst für sein Leben verantwortlich ist, gegangen. Manchmal kann man Äußeres wirklich nicht beeinflussen: Inflation, unhöfliche Leute in öffentlichen Verkehrsmitteln und, wer neben dir im Zug laut telefoniert.

Aber du kannst eine Entscheidung treffen. Wie wirst du reagieren? Willst du aufgeben oder dich noch ein bisschen anstrengen? Es liegt an dir.

Ich habe auch gelernt, dass es möglich ist, auch noch mit 85 aktiv zu sein. Und, dass man seinen Mund über seinen Fuß stülpen kann – wenn man nur genügend übt und an sich glaubt.

Nachdenkliches

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