„Hör endlich auf mit dieser Scheiße“

, sagte ich letzte Woche öfters zu mir. Mir ist nämlich etwas ziemlich Beschissenes aufgefallen. Bin nicht sehr stolz drauf.

Hatte schlechte Träume, war schnell gereizt, war ein Trauerkloß, bedrückt und vor allem eines: Unzufrieden. Mein Leben ist nicht so, wie ich es mir wünsche. Der Alltag zieht mich herunter. Seit Wochen schiebe ich es auf die Abwesenheit der Sonne, aber da ich gerne mein eigener Schiedsrichter bin, habe ich beschlossen, dass diese Ausrede einfach nicht mehr zählt. Ich tue so, als wäre es nicht in meiner Kontrolle, glücklich zu sein.

Aktuell bin ich also ein Alltagsroboter, der endlich aufhören muss, so viel Scheiße zu reden.

Ich wünsche mir mein Traumleben, ich will viel mehr. Und diese Frustration löste Undankbarkeit aus für die Dinge, ich jetzt in meinem Leben sind. Wenn ich jetzt nicht glücklich bin, kann kein Geld, kein Hob und kein Umzug mich glücklich machen. Das weiß ich eigentlich, aber wirklich bewusst war es mir natürlich nicht.

Seit ein paar Tagen arbeite ich also daran, meinen Alltagsroboter auszurangieren. Ich tue Dinge, die ich schon lange nicht mehr getan habe, die mich aber sehr glücklich machen. Es ist schwer, seine Gewohnheiten zu ändern. Wahrscheinlich habe ich mein betrübtes Gemüt deshalb so lange auf das Wetter abgeschoben. Es ist viel schwerer, sich seiner Selbstverantwortung bewusst zu sein.

Nachdenkliches

2 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Sich seiner Selbstverantwortung bewusst zu werden, ist ein sehr schwieriger Schritt aber es ist auch sehr befreiend. Alles was in deiner Verantwortung liegt, kannst Du auch viel besser beeinflussen und ändern. Wenn es nur deine innere Haltung ist, die sich ändert, dann wird sich deine jetzige Situation schon ganz anders anfühlen. Ich wünsche Dir einen schönen Tag! Liebe Grüsse Sandra

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