Ich studiere seit fast drei Jahren an der Universität Wien Lehramt, sprich, ich werde bald eine Lehrerin sein. Letztens meinem Unikurs traf ich die coolste Frau ever und in ein paar Jahren wohl die beste Lehrerin aller Zeiten.

Zu Beginn ist sie mir nicht näher aufgefallen, aber nach einiger Zeit habe ich die Stimme, die hinter mir erklang, immer und immer wieder erkannt. Sie hat viel nachgefragt. Fast zu viel, wenn ich mich an den Blick meines Seminarleiters zurückerinnere.

Irgendwann haben wir das  kontroverse Thema Mobbing besprochen und man spürte die Anspannung in unserem Saal förmlich.

Sie aber ließ sich nicht einschüchtern, hat klipp und klar ihre Gedanken mitgeteilt. Dass sie Mobbing niemals dulden wird und, dass es für sie wertlos ist, was andere sagen. Sie spricht anderen die Macht über sie ab.

Ihre Mimik war bestimmt und ihre Augen ernst – mit ihr war nicht zu spaßen. Verarschen würde sie sich nie lassen, das habe ich schnell gemerkt.

Es war also schnell um mich geschehen, ich habe sie bewundert. Diese Selbstsicherheit habe ich selten gesehen und ihre offene Art und Weise hat mich inspiriert. Ich wünsche mir, dass sich unsere Wege in einem anderen Seminar wieder kreuzen – die coolste Frau ever will ich nicht aus den Augen verlieren!

  1. Du hörst noch in deinen Ohren: „Das ist alles deine Schuld.“ Du weißt, dass es stimmt. Und du hasst dich.
  2. Du liegst verheult am Boden und hörst deinen Breakup Song (personal favourite: Love will remember  von Selena Gomez).
  3. Du wirst zum NewcomerComedian (schwarzer Humor wohlgemerkt) und machst nur mehr Witze über dein schrecklich beschissenes Leben.
  4. Du kannst dich in eines der beiden Extrema einordnen: du isst nichts oder du isst verdammt viel.
  5. Deine Augen tun ständig weh. Du weißt gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, wenn sie nicht angeschwollen sind.
  6. Du willst kotzen, wenn du daran denkst, dass der ganze Datingscheiß jetzt wieder von vorne beginnt.
  7. Du verdrängst und ignorierst es. „Nein, das verletzt mich nicht“. „Nein, das ist gut so.“ „Nein, wieso sollte ich traurig sein?“

Es tut mir leid, dass es dir jetzt gerade so geht. Ich würde dich gerne in den Arm nehmen und dir sagen, dass bald alles wieder gut wird! Jetzt gerade ergibt es keinen Sinn und du fragst dich, wie die nächsten Wochen, geschweige denn Monate vergehen sollen. Aber du weißt auch, dass Zeit alle Wunden heilt.

Es hat nicht sein sollen und es ist okay so. Es ist okay, wenn deine Reise noch ein wenig weiter geht, bis du den besten Komplizen oder coolste Partnerin (howdey Partner!) gefunden hast. Denk‘ dir, dass du so ein wenig mehr zu erzählen hast, wenn du älter bist. Durch diese Erfahrung wirst du so viel lernen und daran wachsen, die beste Version deiner selbst zu werden.


Natürlich sind diese Worte nur Tropfen auf einem heißen Stein, daher folgen ein paar meiner persönlichen Tipps als ehemals Verlassene:

❤ Lösch‘ die gottverdammte Nummer. Schreib sie auf einen Zettel und gibt sie in deine Handyhülle oder deine Geldbörse. Wenn du diese Person wirklich dringend kontaktieren musst (Spoiler alert: wirst du nicht), hast du Zugang. So vermeidest du aber auch  unangenehme Situationen, wenn du betrunken oder alleine bist. Better safe than sorry. Außerdem, entfolge auf sozialen Netzwerken. Lass die Scheiße, bist du Masochist und willst dir noch mehr wehtun?

❤ Als ich meinen Appetit verloren habe, wusste ich, dass ich schleunigst daran arbeiten muss. Wenn ich nichts mehr esse, wie will ich dann weiterleben? Du musst dich um dein Wohlbefinden kümmern, besonders in so einer schweren Zeit. Du bist dafür verantwortlich, nicht deine Mama oder deine engste Vertrauensperson.

❤ Hör auf, alte Nachrichten zu analysieren. Was bringt sich das? Dann liest du dir die ersten Konversationen durch, die noch nichts von dem Chaos erahnen lassen, das kommen würde. Bringt es dir in diesem Moment etwas? Ich denke nicht. Ich glaube, es zieht dich herunter und das weißt du auch ganz genau. Pass‘ auf dich und deine Gefühle auf!

❤ Du musst noch nicht alles wegschmeißen. Im Gegenteil, ich ermuntere dich dazu, alle Dinge in eine Kiste zu geben (+ USB-Stick mit allen Fotos) und sie sicher zu verwahren. Kannst du dir vertrauen, dass du in traurigen Momenten nicht hineinsiehst und es so noch schlimmer machst? Keine Sorge, wenn du verneinst, war bei mir auch so. Du kannst sie einer Person geben, die darauf achtet, dass du dich nicht selbst verletzt. Ich habe nach einigen Monaten ruhig und gefasst viele Erinnerungen aussortieren können, war aber auch froh, dass ich im Rausch der Gefühle nicht alles weggeschmissen oder gelöscht habe.

❤ Und zum Thema Fotos: Vielleicht willst du die Person nicht mehr sehen, fair enough. Auf vielen Bildern bist aber auch du oben und vielleicht möchtest du in 20 Jahren noch wissen, wie du so ausgesehen hast. Aus so einer Erfahrung lernt man auch, ab und zu Einzelbilder zu machen 😀 Oder auf Gruppenfotos die Beziehungspartner ganz außen hinzustellen, damit man sie im Notfall wegschneiden kann! 😉

❤ Und es ist okay, wenn du deine schwache Seite nicht vor deinen Freundinnen, deinen Bekannten oder deiner Familie zeigen möchtest. Aber zu dir kannst du ehrlich sein. Sei alleine, schreib Tagebuch, male ein Bild, sieh‘ dir einen Lieblingsfilm an und weine. Lass‘ es einfach raus. (Kleiner Tipp für verheulte Augen: Leg‘ Löffeln in die Tiefkühltruhe und dann nach ein paar Stunden auf deine Äuglein.)

❤ Und nun zum Schluss mein Lieblingstipp!

Denk nach. Nicht über deinen Ex oder deine Ex, nicht darüber, was du falsch gemacht hast, nicht darüber, wie sehr du dich hasst, nicht darüber, wie dein Leben jetzt ohne sie oder ihn weitergehen soll. Denk darüber nach, was du schon immer wolltest. Was du in deinem Leben machen willst, was du sehen willst, was du lernen willst, wo du wohnen willst, was du für einen Beruf ausüben willst. Du hast die einmalige Chance, viel Wind in dein Leben zu bringen und es wäre echt verdammt schade, wenn du nur die negativen Aspekte eines Beziehungsendes auslebst. Es gibt nämlich auch ein paar positive! 🙂 Probier‘ doch aus, wie es ist, sich seine Träume zu erfüllen!


Vier Videos kriegst du noch von mir… Vielleicht kannst du ein bisschen dabei lächeln! 🙂 ❤ Sonst wünsche ich dir alles Gute für die Zukunft!!! ❤

, sagte ich letzte Woche öfters zu mir. Mir ist nämlich etwas ziemlich Beschissenes aufgefallen. Bin nicht sehr stolz drauf.

Hatte schlechte Träume, war schnell gereizt, war ein Trauerkloß, bedrückt und vor allem eines: Unzufrieden. Mein Leben ist nicht so, wie ich es mir wünsche. Der Alltag zieht mich herunter. Seit Wochen schiebe ich es auf die Abwesenheit der Sonne, aber da ich gerne mein eigener Schiedsrichter bin, habe ich beschlossen, dass diese Ausrede einfach nicht mehr zählt. Ich tue so, als wäre es nicht in meiner Kontrolle, glücklich zu sein.

Aktuell bin ich also ein Alltagsroboter, der endlich aufhören muss, so viel Scheiße zu reden.

Ich wünsche mir mein Traumleben, ich will viel mehr. Und diese Frustration löste Undankbarkeit aus für die Dinge, ich jetzt in meinem Leben sind. Wenn ich jetzt nicht glücklich bin, kann kein Geld, kein Hob und kein Umzug mich glücklich machen. Das weiß ich eigentlich, aber wirklich bewusst war es mir natürlich nicht.

Seit ein paar Tagen arbeite ich also daran, meinen Alltagsroboter auszurangieren. Ich tue Dinge, die ich schon lange nicht mehr getan habe, die mich aber sehr glücklich machen. Es ist schwer, seine Gewohnheiten zu ändern. Wahrscheinlich habe ich mein betrübtes Gemüt deshalb so lange auf das Wetter abgeschoben. Es ist viel schwerer, sich seiner Selbstverantwortung bewusst zu sein.

Es war einmal ein Mann, der Hegel hieß. Mit seinen Büchern und den Gedanken, die darin niedergeschrieben waren, würde er die Philosophiegeschichte nachhaltig beeinflussen. Er war ein beliebter Lehrender an der Berliner Universität, was zugleich eine Rivalität mit Schoppenhauer auslöste. Die beiden setzten ihre Vorlesungen zur selben Zeit an, um zu sehen, bei wem mehr Studierende auftauchen würden. Hegel ging als Gewinner aus dem Kampf.

Hegel hinterließ nach seinem Tod so ein großes Erbe, dass sich selbst seine Nachfolger zerstritten in verschiedene Gruppen.

Einer Fans war Karl Marx. Er sah sich als „Junghegelianer“ und fragte sich, wie die Gesellschaft aufgebaut ist und verfasste ein Buch, das inspiriert war durch Ludwig Feuerbach. Marx behauptete, dass die Religion nur das Opium des Volkes sei, alles nur Schall und Rauch. Sie diene der Ablenkung. Das hat vielen natürlich nicht gefallen. Er hatte sich auch gefragt, was das Geld für den Menschen genau ist. Wie viel Macht haben wir über unser Geld und wofür geben wir es aus?

Dann tauchte eine besonders spannende Figur auf: Kierkegaard. Für ihn war die Gesellschaft egal, anders als Marx. Kierkegaard wollte wissen, wie sich das Individuum tut. Privat hatte er viele Probleme. Er war überzeugt davon, dass seine Familie mit einem Fluch belegt war, was ihm verbot, jemals eine glückliche Beziehung führen zu können. So löste er die Verlobung mit seiner Liebsten auf, was sie in eine tiefe Depression stürzte. Dieses Problem sollte ihn für den Rest seines Lebens verfolgen, weil er sich fragte, ob es wirklich die richtige Entscheidung war. Sie heiratete jemand anderes und sein Herz zerbrach.

Kierkegaard hatte auch einen erstaunlich guten Gedanken zum Alten Testament. Er fragte sich, wieso Gott vor Eva und Adam Verbote aussprach, wo doch die Welt, in der sie lebten, gut war. Wieso braucht man Verbote, wenn die Welt perfekt ist?

Zuletzt gab es auch noch Nietzsche, der ein Genie war, zumindest sagte man ihm das als Kind. Mit 14 Jahren schrieb er seine Autobiographie „Über mein Leben“. Mit 21 Jahren war er an der Universität Basel bereits als Professor angestellt. Als Sprachtalent war er dazu berufen, viele Werke zu schreiben.

Als er schließlich stirbt, stirbt auch das 19. Jahrhundert mit ihm.

Am Ende ist dieser Blogeintrag eine Hilfe für mich gewesen. In einer Woche habe ich eine Prüfung und ich wollte den Stoff in ein Mädchen verpacken und mich so genauer damit auseinandersetzen.

Wusstest du, dass man meistens nervös wird, wenn man etwas nicht tut? Wenn man nicht zum Geburtstag gratuliert, wenn man nicht die Mama anruft, wenn man etwas nicht abgibt. So ist es auch beim Lernen. Du wirst nervös, weil du denkst, dass du nicht genug gemacht hast.

Aber reden wir nicht mehr lange um den heißen Brei herum: Du hast bald eine Prüfung. Du hast Schiss. Ich werde dir jetzt deine Angst nehmen, indem ich dir meine persönlichen Tipps verrate, die mir zum Erfolg verhelfen.

Ganz unter uns: Ich will nicht die sein, die am meisten lernt. Ich will die sein, die mit geringem Lernaufwand maximale Ergebnisse erzielt – und meine Taktik funktioniert!

  1. Gottverdammt, mach‘ dir endlich einen Plan. Wenn die ganze Sache komplizierter ist, als gedacht, mach dir einen Plan. Auch wenn du schon mittendrin im Lernen bist. Schreib‘ auf, was zu tun ist. Überlege dir, bis wann spätestens. Vergiss‘ nicht auf Zeitpolster. Es geht nicht darum, jeden Tag alles zu erreichen, was du dir vornimmst (seien wir ehrlich, das schafft nur Superwoman), sondern, dass du den Überblick behältst.
  2. In jeder Prüfungszeit lerne ich eines immer wieder: Setze deine Prioritäten. Sie unterscheiden sich von Woche zu Woche, manchmal von Tag zu Tag. Ist es heute wirklich wichtig, dass du um 7 Uhr aufstehst und laufen gehst? Du tust es sonst immer, das ist super, aber es ist okay, wenn du heute dem Lernen Vorrang schenkst.
  3. Gechillt zu sein ist die halbe Arbeit. Dementsprechend ist sie auch anstrengend. Wenn du die ganze Zeit fertig bist und dir Sorgen machst, verschwendest du Zeit. Du bist unproduktiv. Sag deinen Gedanken, dass sie die Klappe halten sollen.
  4. Zum Thema Produktivität gibt es auch vieles zu sagen! Werde dir bewusst, wann du produktiv lernst und wann nicht. Wenn deine Augen immer wieder zu Youtube, Instagram oder Netfilx wandern (#guilty), hör‘ auf zu lernen. Steh auf, beweg dich und mach etwas anderes. Du lernst gerade nicht produktiv und könntest ebenso gut gleich etwas anderes machen. Das heißt nicht, dass du den restlichen Tag nicht mehr lernen sollst, sondern, dass du merkst, wenn du dich wirklich nicht mehr konzentrieren kannst!
  5. Entdecke das große Ganze! Ich verrate dir, wenn du die Grundaussage deines Lernstoffes einmal verstanden hast, ist die halbe Miete geschafft! Detailwissen wird oft abgefragt, das ist mir schon klar, aber wenn du in wenigen Sätzen beispielsweise die Geschichte Amerikas einem Laien erklären kannst, hast du schon viel geschafft! (Zusatztipp: Versuch‘ doch mal einem Kind deinen Lernstoff zu erklären. Wenn du einem Kind deine Thematik so pointiert und einfach erklären kannst, verspreche ich dir, dass du die Prüfung schaffen wirst!)
  6. Erstelle eine Grafik! Du kannst eine Mind Map gestalten, ein Comic malen oder Gott was. Erlaube deinem Gehirn, sich auch beim Lernen kreativ zu verhalten! Du bringst frischen Wind in deine Lernstrategien, du kannst deine schönen Filzstifte mal wieder verwenden und wer weiß, vielleicht macht es dir sogar Spaß.
  7. Aufpassen bei Zusammenfassungen! Wie bei jeder Medaille gibt es hier zwei Seiten. Brauchst du eine Woche, um den Stoff zusammenzufassen, lass‘ die Scheiße lieber. Deine Lerninhalte sind dieses Mal zu komplex und zu umfassend. Versuche, das große Ganze zu finden (siehe Tipp #5) und dann lerne direkt aus dem Buch, deiner Mitschrift oder dem Skript.
  8. Ab ins World Wide Web! Trau‘ dich, gib doch mal auf Youtube den Namen deines Themas ein und schau‘ nach, was da so auftaucht. Manchmal findest du tolle Erklärungen, andere Ansichten und interessante Aspekte zu Themen, die du in normalen Büchern nie gefunden hättest.
  9. Bist du ein asozialer Mensch? Dann solltest du dieses Verhalten schnellstmöglich ablegen. Schau‘ dich um in deiner Umgebung. Du findest sicher schnell einen Menschen, der sich besser auskennt mit der Lernthematik als du. Sei es ein Mitschüler, jemand auf Facebook, ein Freund oder eine Mitstudentin – frag nach, ob sie dir helfen können oder Tipps haben, wie man sich das Wissen besser aneignen kann!
  10. Und ganz zum Schluss kommt das Wichtigste, vergiss‘ niemals auf dich selbst! Deine Prüfung ist verdammt wichtig, das ist klar. Ich verrate dir aber, wenn du innerlich am Verrecken bist, ist es scheißegal, wie viel du lernst. Wenn du nicht ordentlich isst, nicht an die frische Luft gehst, nicht Zeit mit deinen Liebsten verbringst, nicht fernsiehst oder liest und das dann auch noch wochenlang, bist du im Eimer. Selbst wenn du die Prüfung schaffst, war das kein Erfolg, weil dein Wohlbefinden meilenweit hinten angestellt war. Dir soll es gut gehen bei allen Dingen, die du so in deinem Leben tust. Wenn du da nicht besser auf dich achtest, wirst du vielleicht nicht mehr lange lernen können, was ich sehr schade fände! Lernen ist großartig und macht Spaß, wenn man einmal die richtige Methode und Strategie für sich gefunden hat! 😉

Hier sind noch zwei Videos für dich und zum Abschluss kann ich nur eines sagen: Viel Erfolg beim Lernen. Zerleg‘ deine Prüfungen!!!

PIA:

Vor vielen Jahren war ich schrecklich verliebt in diesen Jungen, damals in der Schule. Ich war 14 und es war gleich um mich geschehen. Ich fand ihn so cool, so anders und so witzig, wie keinen andern zuvor. Wirklich befreundet waren wir nie, weil es immer eine Distanz gab, aber ganz fremd waren wir uns auch nicht. Ich spüre, dass er meine Gefühle nie erwidern würde, deswegen habe ich diese seltsame Situation akzeptiert. Ein paar Jahre später verliebe ich mich dann in jemand anders und bin überglücklich. Irgendwann kommt es zum Ende der „Freundschaft“ mit diesem anderen Jungen. Ich denke, dass er mich hasst und distanziere mich.

Sieben Jahre später träume ich von ihm, nie geht es ihm gut und ich mache mir Sorgen. Die nächtlichen Ausflüge hören nach Wochen nicht auf, deswegen entschließe ich mich dazu, nach all der Stille um ein Treffen zu bitten.

Am Anfang kann ich den Jungen nicht so recht ansehen können, so verschüchtert bin ich plötzlich. Aus den Augenwinkeln sehe ich seine hellblauen Converse und muss lächeln. Schon als 14-Jährige mochte ich es, wenn er sie trug. Jetzt, sieben Jahre später, ist das nicht anders. Ich weiß von den Dingen, die ihm geschahen, als wir keine Wegbegleiter mehr waren.  Als ich ihn frage, ob es ihm gut geht, sieht man im blassen Ausdruck seiner Augen, dass meine Träume nicht unbegründet waren.  Froh bin ich, ihm geschrieben zu haben, vielleicht kann ich ihm helfen. Aber so läuft der Abend nicht ab, im Gegenteil, der Junge macht mir Komplimente, als würde sein Leben davon abhängen. Richtig freuen kann ich mich nicht so recht. Die Zeit, in der ich sie so dringend gebraucht habe wie Wasser, war vorbei.

Plötzlich rückt er mit der Wahrheit heraus: Damals, als er sich mir gänzlich abwand, geschah es nicht aus Hass, sondern aus Selbstschutz. Er war in mich verliebt, zu schüchtern und zu unsicher, etwas zu sagen. Er glaubte nicht, dass jemand ihn lieben könnte. Als ich nach einiger Zeit in einer Beziehung war, schien es zu spät. Eifersüchtig versiegelte er seine Lippen, da mein Partner mit ihm auch noch befreundet war. Als ich nach Jahren verlassen wurde und in eine andere Stadt zog, blieben seine Lippen verschlossen. „Ich habe dir zugesehen, wie du lebst. Ich war bei dir“, sagt er. Ich bin selbstsüchtig und wütend um all die Tage, die verschwendet waren, weil er und ich nichts zu sagen wagten.

Ich weiß, dass wir zusammengehören. Jahrelang träumten wir denselben Traum und jetzt haben wir endlich unsere Augen geöffnet.

ER:

Es ist aufregend. Sie ist plötzlich wieder da, wie ein Taifun und ich weiß kaum, wie mir geschieht.  Die Anziehung ist jedes Mal da, wenn ich sie sehe und ich bin süchtig danach. Ich erzähle ihr gerne, was ich all die Jahre so gemacht und gelernt habe, wie gut es mir jetzt geht. Sie hört mir zu und macht mir Mut für in all meine Träume. Es tut mir gut, wenn ich mit Pia zusammen bin. Sie ist eine Kämpferin und stellt mein Glück über ihres. In ihrer Stimme höre ich ein glückliches Lachen und in ihren Augen sehe ich, wie ihre Gefühle wachsen. Meine Gedanken schweifen allerdings ab, zu anderen Frauen und ich frage mich, ob sie mir das geben kann.

Ich fühle nichts mehr. Irgendwie weiß ich das schon in dem Moment, als ich es ihr gestanden habe. Es ist vorbei, bevor es überhaupt begonnen hat.

Sie ist mir bekannt, zu bekannt, als dass es sich für mich lohnt, sie zu testen. In anderen Momenten ist sie mir dann wieder so unbekannt und fremd, dass ich vor ihr Angst habe.

Ich sage ihr, dass es mir leidtut.

Ich sage ihr, dass es jetzt nicht geht.

Ich sage ihr, dass ich noch nicht über meine Ex hinweg bin.

Ich sage ihr, dass sie jemand Besseren verdient.

Ich sage ihr, dass sie so viel stärker ist als ich.

WIR:

Die Geschichte, als sich die unerwiderte Liebe
wi(e)dertraf, handelt von zwei Herzen, die jahrelang hinweg unentdeckt beim Anderen wohnten.

Beide waren zu schüchtern, etwas zu sagen.

Beide verpassten den Zeitpunkt, miteinander sein zu können.

Wenn dir also etwas auf dem Herzen liegt, sprich es aus. Geh mutig auf Andere zu und fürchte dich nicht.

Am Ende ist unsere Geschichte keine Liebesgeschichte.

Aber vielleicht eine Geschichte, wie das Herz erfährt, dass es geliebt wird.
Und, dass es höchste Zeit wird, sich endlich selbst zu lieben.

Wer kennt es nicht? Du musst einen Aufsatz, einen Text oder (oh Schreck) sogar eine Arbeit abgeben, aber dir fällt einfach nichts ein. Du sitzt vor einem weißen Blatt, dein Schreibprozess stockt und du prokrastinierst, was das Zeug hält. Wenn du bisher nie die Küche so richtig gründlich reinigen wolltest, spürst du jetzt plötzlich ein Verlangen danach. Alles nur, außer weiterschreiben zu müssen.

Dieses Gefühl hatte ich erst vor einigen Tagen, da ich genau heute einen wichtigen Abgabetermin habe. So etwas ist nicht schlimm, das passiert vielen. Lass‘ dich aber nicht davon unterkriegen! 

Für das Problem Schreibblockade gibt es mehrere Lösungen, die ich hier mit dir teilen möchte. Bei dem nächsten Zwischenfall kannst du ausprobieren, was für dich am besten funktioniert!

Wenn dir nichts einfällt, hast du keine Ideen und das bedeutet, dass deine Priorität Nummer Eins das Anspornen deiner Kreativität ist. Nun kommt es ganz darauf an, wann du den Text abgeben musst – morgen oder in einem Monat? Je nachdem kannst du nun verschiedene Strategien anwenden.

  1. Wo liegt denn das Problem? Hast du ein Problem bei der Planung oder bei der Durchführung? Weißt du, was du schreiben willst – wenn nein, erstelle einen Plan. Hast du Kopfweh – wenn ja, mach das Fenster auf, trink‘ etwas und geh‘ mal raus in die Küche und hol dir was zu essen. Wenn du lokalisieren kannst, wo das Problem liegt, ist es viel einfacher, es zu lösen.
  2. Einfach drauf los. Schreibe mal 5 Minuten alles auf, alles was dir einfällt. Vielleicht ist dein Gehirn gerade einfach zu sehr zugemüllt. Vielleicht schwirren dir im Kopf ein paar „To-Dos“ herum und wenn du sie aufschreibst, bist du sie los. Du musst dich dann nicht mehr daran erinnern, weil du ja einen Zettel hast, der das für dich erledigt. Wenn du entspannt bist, kannst du viel leichter schreiben.
  3. Jeden Tag zumindest ein Satz. Wenn du noch genügend Zeit vor der Abgabe hast, nutze diese Technik. Du zwingst dich nicht, drei Stunden am Stück auf die Tastatur zu hauen, nein, einfach nur einen Satz. Mehr nicht. Etwas zu beginnen ist schwer, das wirst du wahrscheinlich schon wissen. So machst du dir selbst keinen Druck, weil du ja noch genügend Zeit hast. Und dir wird auffallen, dass du immer mehr als nur einen Satz schreiben wirst. Einmal vielleicht zehn Sätze, ein anderes Mal vielleicht eine Seite sogar.
  4. Probier‘ mal kreatives Schreiben. Überlege dir doch, wie es deiner Arbeit mit dir als Verfasser ergeht. Was würde sie über dich sagen? „Pia ist fürsorglich“ oder „Pia strengt sich nicht an“? Oder was würde ein Kritiker über deine Arbeit schreiben?
  5. Chill‘ mal ’ne Runde. Hab keine Angst vor Fehlern, du musst nicht alles sofort richtig machen. Wenn du sofort den perfekten Satz schreiben willst, wird es nicht funktionieren, das verspreche ich dir. Ist es nicht gerade das Schöne, seine Worte ständig zu nuancieren und zu verändern, versuchen, sie zu verbessern?

Am Ende des Tages ist es vielleicht auch wichtig, sich zu erinnern, dass man selbst vermutlich immer der größte Kritiker ist…. Komm schon, du kannst das!