Mein veganes Geständnis

Man fragt sich dann schon, ob man sich richtig verhält, je nachdem in welcher Gruppe man Mitglied ist.

Sollte ich mich als Frau so verhalten? Sollte ich mich als Studentin so verhalten? Sollte ich mich als Sportlerin so verhalten? Sollte ich mich als Schwester so verhalten?

Also habe ich mich auch gefragt, ob ich mich als Veganerin richtig verhalte.

Mein Geständnis: Ich finde, dass mein Lebenswandel zum richtigen Zeitpunkt gekommen ist und ich bin so dankbar, dass ich mich getraut habe. Oft werde ich fragend angeschaut, aber das verändert meinen Willen und meine Überzeugung nicht.

Allerdings will ich niemanden konvertieren. Ich selbst bin nicht durch Zwang zur Veganerin geworden und ich glaube nicht, dass Zwänge generell funktionieren.

Ich kann Fleisch nicht riechen, geschweige denn hinsehen, wenn Leute es essen. Wenn ich in die Kühlabteilung des Supermarkts sehe, werde ich traurig. Ich kann nicht Nicht-Sehen, selbst wenn ich es wollen würde. Wissen brennt sich einfach ein.

Aber ich will niemanden gegen seinen eigenen Willen überzeugen. Wenn Leute Fragen stellen und neugierig sind, antworte ich gerne und erzähle. Aber mich anderen Leuten aufzudrängen, da fühle ich mich einfach sehr unwohl.

Bin ich deswegen dann keine richtige Veganerin?