Dieses beschissene Bauchgefühl

Sie weint und weint und weint. Abgeschottet von der Zivilisation wünscht sie sich nichts mehr als die Umarmung ihrer Mutter. Eigentlich hat sie alles bekommen, was sie sich schon so lange gewünscht hat. Erst jetzt wird ihr bewusst, wie wenig ein Wunsch mit der eigenen Identität zu tun hat.

Sie spürt es also und hat Angst, dass andere es auch sehen. Sie fühlt sich bedroht von der Situation, in der sie leben muss. Und leben kann man es nicht nennen, es ist eher ein ertragen. Sie bemitleidet sich selbst, wissend, dass das nichts bringen wird. Außer weiterhin das schlimme Bauchgefühl aufrecht zu erhalten.

„Das tun, was man auch tun will, das ist wichtig. Dortbleiben, wo man sich wohl fühlt. Denn was sonst zählt, außer einem guten Gefühl?“

Das sind ihre Gedanken, trotzdem ist sie unruhig.

Der Schmerz unter ihren Augen ist einfach unsagbar. Der Schmerz im Bauch verschwindet auch nicht. Lächeln sollte sie und dann würde alles schon wieder gut werden. So war es bisher immer. Einfach lächeln.

Wie viel Schlechtes muss sie noch überstehen, damit sie das wieder weiß? Und wieso hat sie es anscheinend vergessen?

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