Ein ehrlicher Ratschlag für dich zum Studienbeginn

Einen wunderschönen ersten Studientag wünsche ich dir heute! Ich besuche jetzt seit zwei Jahren die Universität Wien und damals hätte ich gerne ein paar Tipps gehabt… Vielleicht kann ich dir aber helfen!

  1. „Öh, welcher Tag war nochmal heute?“ Du wirst vergessen, welches Datum ist, Tag für Tag. Nicht traurig sein. In der Schule sind wir es gewohnt, jeden Tag das Datum aufzuschreiben. Aber wenn du studierst, gewöhne dich lieber daran, dass du öfter auf dein Handy sehen wirst. Es wird auch Tage in der Prüfungsphase geben, wo du bis 18 Uhr lernst und davon überzeugt bist, dass Dienstag ist. Es ist dann aber doch schon Donnerstag. Keine Sorge, du bist nicht allein.
  2. „Und ab in die Vorlesung!“ Wenn du studierst und die Möglichkeit hast, eine Vorlesung zu besuchen, würde ich es dir sehr ans Herz legen. Ja, man muss vielleicht nur bei der Prüfung am Ende des Semesters anwesend sein und wenn wir ehrlich sind, sind das noch über zehn Wochen bis dahin und während dieser Zeit kann man natürlich sehr viel machen. 10x 1/2 Stunden sind… viel Zeit. Mir persönlich hilft es, wenn ich anwesend bin und die Inhalte höre. Vielleicht dir ja auch! Finde heraus, wie du dir leichter tust beim Lernen.
  3. „Social Media ist wichtig.“ Uiuiui, bevor du jetzt schluckst, kurz zuhören: Manchmal findest du hilfreiche Gruppen auf Facebook und Co., die dir ebenso mit Ratschlägen nachhelfen können. Schau online mal nach, ob es für deine Studienrichtung auch etwas gibt! Es ist sehr nützlich sich vorab über einen Vortragenden oder eine Vortragende zu informieren…
  4. „Kaufe nicht jedes Buch.“ Diesen Fehler habe ich selbst begannen… Richtig dumm und vor allem richtig teuer. Ein wenig könnte man von der Steuer abschreiben (Achtung, dann Rechnungen aufheben!), aber grundsätzlich ist es eine Verschwendung. Für dich und für die Umwelt. Schau, ob du dir in der Bibliothek etwas ausleihen kannst (nicht nur an der Bibliothek deiner Uni, schau auch mal bei der Stadtbücherei vorbei). Auf Facebook finde ich oft Secondhandbücher, das ist auch praktisch. Später, wenn du es nicht mehr brauchst oder haben willst, kannst du es selbst weiterverkaufen auf Facebook, verleihen oder sogar spenden. Das mache ich am liebsten bei den offenen Bücherschränken in Wien.
  5. „Sei mutig.“  Jeder Student und jede Studentin kennt nicht so viele  Leute. Ab und zu gibt es größere Gruppen, aber lass dich nicht davon einschüchtern. Reiß‘ dich zusammen und sprich jemanden an. Du kannst das! Mach‘ du doch den ersten Schritt, dann kannst du Jahre später bei einer Geburtstagsparty damit angeben und sagen: „Eigentlich haben wir unsere tolle Freundschaft dank mir begonnen!“
  6. Ab zur Party.“ Schau dich um und finde heraus, wann es Studentenpartys gibt. Es gibt interessante Musik und so lernst du auch mehr Leute kennen. Und wenn du nur die Leute aus deinem Studiengang ansiehst und dich fragst, wie du zur Hölle hier landen konntest. Jedes Mal, wenn ich zu so einer Veranstaltung gehe, sehe ich mich um und bin ziemlich froh. Warum? (Fast) alle die hier sind, teilen Interessen mit mir und das ist doch auch schön! Für dich sicher auch 🙂
  7. „Schau dir noch die Altfragen an.“ Den Begriff „Altfragen“ kannte ich bis zu meiner Studienzeit nicht. Einmal hatte ich in der Schule Altfragen, als mein Physiklehrer einen Test zwei Mal verwendete und wir so der anderen Klasse helfen konnten. An der Universität ist das noch mal was ganz anderes: Fragen, die bei einem Prüfungstermin schon einmal verwendet wurden. Manchmal helfen sie, manchmal vertut man sich, wenn man sich zu sehr auf sie verlässt. Sie anzusehen hat mir persönlich nie geschadet, weil ich ein Gefühl dafür kriege, ob ich die Antwort kenne. Oder ob ich die Frage  überhaupt verstehe.
  8. „Pssst, in der Bibliothek soll man leise sein!“ Sieh‘ dir die Bibliothek von deinem Institut an. Fühlst du dich darin wohl? Wenn ja, ist das super – vielleicht willst du dort ja mal lernen. Weißt du denn schon, wann und wo du lernen wirst? Als ehemalige Pendlerin weiß ich, dass öffentliche Verkehrsmittel passabel sind, aber nachdem ich näher zu meinem Studienort gezogen bin, konnte ich mir auch eine Bibliothek aussuchen. Kurz gesagt: Die Bibliothek ist ziemlich cool.
  9. „Wie kann ich mich beliebt machen?“ Mein absoluter Geheimtipp für Professoren und Professorinnen. Stelle in der ersten Einheit gleich eine Frage. Keine Sorge, wenn du Angst hast, vor Leuten zu sprechen. Geh nachher einfach nach vorne und sprich‘ unter vier Augen. So machst du dich gleich bemerkbar. Natürlich sollte es keine Frage sein, die zuvor schon beantwortet wurde, das ist eh klar! Wenn du schon in der ersten Einheit sprichst, kann man sich dein Gesicht viel leichter merken 😉

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