Kleiner, verrat‘ mir doch mal was Neues

Du vermisst mich, ich weiß, ich weiß. Ich bin stark, ich weiß, ich weiß. Ich schreck‘ dich ab, ich weiß, ich weiß.

Kleiner, erzähl mir doch mal was Neues.

Du siehst mich zögernd an und ich sehe die Angst. Eine Stiege des Erfolgs wurde zu meiner Rolltreppe und du bliebst alleine dort. Achtung, Sicherheitsabstand, tritt‘ ein wenig zurück. Die Wände beben, der Putz fällt ab und du siehst weg. Beine schlottern, Stimme bricht und du flüsterst: „Das kann ich nicht.“

Und so klärt sich das Mysterium, wieso du es nie zu was bringen wirst. Ich verrat dir was, Kleiner: Es ist schwer. Es stinkt. Es tut weh. Schau genau zu und lerne – mehr zu geben, das ist das große Geheimnis.

Bewundern, das tust du mich. Du sagst mir, dass ich so stark bin. Wieso darf ich dann nicht zu deiner Stärke werden? Ein Lichtlein für deine immerwährende Dunkelheit werden?

Du sagst nein und aus deinem Lächeln tropft das Mitleid heraus. So soll es sein, geh weg und bleib dort. Wehe dir, denn, sie alle kommen früher oder später zu mir zurück.

Du drehst dich um und schreist mir zum Abschied noch was zu, aber du siehst nur das Dunkle. Was, bist du erstaunt, dass ich selbst aus der Dunkelheit komme? Dass wir beide gar nicht so verschieden sind?

Da wollte doch die Dunkelheit für dich zum Licht werden und du kriegst Bauchweh. Ich nehme die Maske endlich ab… Schwarz steht mir doch am besten, das sagtest auch du.

 

 

 

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