Wie ich ihn umgebracht habe

Mein Name ist Latros. Das kühle Wasser fließt jeden Tag um mich und ich sehe leicht unter dem Vorsprung hervor. Hier verstecke ich mich. Schon immer.

Ich weiß nicht, wie ich hier gelandet bin. Jeden Tag hause ich in der Dunkelheit. Die Fische haben Angst vor meiner Gestalt, aber manchmal fließt eine Plastikflasche zu mir.

Ihn beobachte ich seit einigen Minuten. Er hat Steine in den Fluss geworfen, dadurch hat er meine Aufmerksamkeit erregt.

Ich beobachte ihn. Er fesselt mich, aber anders… Er ist nicht so wie die anderen. Ich will ihn hinabbringen, zu mir in die Dunkelheit. Ihn nur anzusehen reicht mir nicht.

Ich spüre, wie er den Vorsprung betritt und ich versuche zu erahnen, wo sich seine Füße gerade befinden.

Ich packe zu und ziehe ihn hinab. Das kühle Wasser streichelt sein blau werdendes Gesicht. Ich sehe ihn genauer, weil die Luftblasen um sein Gesicht herum immer weniger werden. Jetzt ist er hier bei mir.

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