Gedanken eines Boyband-Mitglieds

Diese ganze Sache hat eigentlich super begonnen, man hat sich online für einen Platz in der Band bewerben können und weil ich Musik mag, hat sich das super angehört für mich. „Es ist eine super Chance“, das dachte ich zu Beginn.

Obwohl sich so viele dafür beworben haben, wurde ich genommen und Mann, hab ich mich gefreut. Bis sie uns gesagt haben, dass wir als Gruppe alle gewisse Aufgaben übernehmen müssen. Ich dachte, dass sie einen Anführer suchen oder so, aber das war es nicht.

Die Rollen verteilten sich in: der Unerreichbare, der Gutgelaunte, der Hübsche und ich, das Arschloch. Ich bin der, der auf hart und cool tun muss. Es gefällt mir nicht wirklich, weil ich eigentlich nicht so bin, aber das ist denen vom Unternehmen ziemlich egal. Ich darf nicht viel lächeln, Spaß haben oder Nettes sagen. Ich muss immer ein Pokerface aufsetzen und dann sarkastische Bemerkungen machen.

Vielleicht hätte ich lieber Schauspieler werden sollen.

 

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