Ein Geständnis: Ich bin von einem Mann abhängig

Die Worte tun weh, aber es stimmt: Ich bin abhängig von einem Mann. Als kleines Mädchen war es mein Vater und jetzt, als 38-jährige Frau, ist es mein Partner, ohne den ich nicht kann. Es hört sich zunächst romantisch an – wir zwei sind ein Team. Er ist halt der Anführer und ich folge. Ist sowas denn automatisch schlecht?

Er kümmert sich um die Finanzen, um das Essen, um den Haushalt, um die Freizeit und um die Freunde. Ich muss wirklich wenig machen und manchmal frage ich mich, ob ich alleine überhaupt klarkommen würde. Ich sollte mich glücklich schätzen, nicht so viel nachdenken zu müssen.

Versteh mich nicht falsch, ich wäre gerne stärker. Aber stattdessen fühle ich mich manipuliert. Sage ich etwas, übertreibe ich, sage ich nichts, höre ich später, dass ich mir wie ein Elefant alles merke. Und dann übertreibe. Wir haben jung geheiratet. Äußerlich betrachtet ist er ein Kunstwerk, aber ich habe sein Inneres kennengelernt – sein Herz ist hässlich. Das wusste ich damals aber noch nicht.

Ich meine, ich spüre selbst, dass etwas nicht stimmt: einerseits fühle ich mich schwach und schlecht. Andererseits gibt es mir Sicherheit. Was, wenn der Schein aber trügt – ist es wirklich Sicherheit? Denn wenn er einmal nicht mehr da ist, habe ich keine Sicherheit mehr, so viel steht fest. Und was hält ihn bei mir?

Kann ich alleine überhaupt glücklich sein?

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