Lern‘ meine Stimmen kennen… Nummer Drei: Die Angst

Schön, dich wiederzusehen, ich bin Pias Angst. Vor mehr als einem Jahr ging es bei ihr ziemlich rund. Vieles lief anders, als beabsichtigt und wenn Erwartungen nicht erfüllt werden, reagieren die Menschen unterschiedlich. Pia ließ mich, ihre Angst, eine Zeit lang ans Steuer und ich wurde ihr Autopilot. Vielleicht ist dir ja der trübe Blick aufgefallen.

Angst ist nicht gleich Angst, sie taucht in unterschiedlichen Formen auf. Man kann Angst davor haben, dass man etwas Bestimmtes niemals erreichen wird oder, dass man etwas nicht verdient. Ich bin zwar die Angst, aber das bedeutet nicht, dass ich nicht auch vor mir selbst Angst haben darf. Manchmal helfe ich, Schmerzen zu vermeiden, manchmal vermeidet man auch Gutes auf die lange Sicht, wenn man sich zu sehr auf mich verlässt. Ja, du kannst mich hier mit Selbsthass diagnostizieren, das weiß ich schon. Ich arbeite daran.

Heute schaut es aber anders aus, denn Pia hat viele Ängste überwunden. Zum Beispiel nachts, im Dunkeln – sie ist davon überzeugt, schneller als die Monster und Zombies zu rennen, wenn sie tatsächlich verfolgt werden sollte. Wenn aber Spinnen auf der Bildfläche erscheinen, bin ich wieder da, keine Sorge.

Eigentlich dürfte ich dir mein Firmengeheimnis nicht verraten, aber ich will jetzt mal nicht so sein: Im Prinzip habe ich als Angst nur so viel Macht, wie du mir gibst. Ich bin von dir eingestellt worden und du kannst mich feuern, wenn ich den Job nicht mehr gut mache. Aber pssst, nicht weitersagen.

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