Das Ablehnen der Ablehnung

Er war wütend. Verdammt wütend. So würde er sich nicht behandeln lassen, auf keinen Fall. Die Augen noch geschlossen, überlegte er, was er mit dem Gegenüber anstellen würde, wenn er es dürfte. Schwankend zwischen „Ohrfeige verpassen“ und „gekonnten Tritt zwischen die Beine“, setzte er sein strahlendes Lächeln auf.

So gewann er den Krieg gegen jeden, dank seines Mottos: „Jede Ablehnung ablehnen“. Das Geheimnis bestand aber darin, die Absicht der Wut zu verbergen und die Energie umzuwandeln. Statt weiter Aggression zu verbreiten, lachte er und wenn es ganz schwierig wurde, machte er die größten Komplimente. Früher oder später wandelte er so jede Ablehnung um.

Keiner der Gegner wusste, was für einen Plan er verfolgte und sollten sie bloß in ihrer Unwissenheit verrotten, das kümmerte ihn nicht. Er hat bereits viel zu viel geschafft, als dass Aufgeben eine Option wäre und will es so sehr, dass er schon vor langer Zeit seine Ängste über Bord geworfen hat.

Nicht heute und auch nicht morgen würde es so weit kommen, niemals würde er niederknien.

 

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