Wenn geliebte Menschen leiden

Wenn geliebte Menschen leiden, tut das sehr weh. Manchmal geht es so weit, dass die Person sich selbst nicht mehr gleicht. Man fragt sich dann, wo dieser starke Mensch hin ist, zu dem man so oft hinaufgesehen hat.

Wenn geliebte Menschen leiden, dann brennt einem das Herz und man hat Angst. Angst davor, sie mit dem eigenen Atem aus dem Konzept bringen zu können. Denn mehr kann man nicht tun, weil sie sich nicht helfen lassen. Schweigend sitzt man da, während das Herz brennt und hört zu.

Wenn geliebte Menschen leiden, sind die Augen ausgetrocknet. Es gibt einfach keine Tränen mehr in diesem Körper. Aussichtslos scheint jede Möglichkeit nach Hoffnung und sie selbst haben längst aufgehört, nach dem Silberstreifen am Horizont zu schauen. Wieso sollte man selbst nachsehen?

Wenn geliebte Menschen leiden, kann es auch zu Selbsthass kommen. Wieso hatte man die Zeit davor nicht besser genutzt? Hätte man diesen Menschen retten können? Was hätte man anders machen müssen, damit man diesem Menschen Schmerz ersparen kann?

Wenn geliebte Menschen leiden, bewundert man jeden Einzelnen, der noch da ist. Der überhaupt noch die Kraft hat, zu helfen. Man selbst ist am Ende, mit dem Brennen im Herzen.

Nachdenkliches

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