Ein Liebesbrief an meinen Sport-BH

Auch wenn es schwierig, nass und dreckig wird: Du gibst mir Halt, du bist immer da. In dich investiere ich gerne meine wertvolle Zeit und mache mich auf die Suche nach dir – dem Perfekten, dem Traum. Du bist dehnbar und flexibel, immer bereit, eine Alternative auszuleben. Du akzeptierst mich so, wie ich bin und wie ich gerade aussehe.

Danke dir!

An den Typen, der mir meinen ersten Kuss verpasst hat

Ich habe kürzlich gesehen, dass es dir ziemlich gut geht – beziehungsweise, dass du immer noch gut aussiehst. Das freut mich! Ich bin mir ziemlich sicher, dass du nicht weißt, dass du gemeint bist. Ist vermutlich besser so, sonst platzt dein Ego noch mehr.

Es sind schon ein paar Jährchen ins Land gezogen, trotzdem erinnere ich mich gerne an dich zurück. Auch wenn ich mich nicht mehr an Gesprächsinhalte erinnern kann. Du hattest halt nicht wirklich eine Meinung zu irgendwelchen Dingen.

Generell muss ich zugeben, dass du wohl nicht die hellste Glühbirne im Leuchter bist… Aber ich habe mir sagen lassen, dass das bei vielen ersten Küssen so ist…

 

 

Brauchst du Motivation?

Na, wie geht es dir? Ein wenig gestresst momentan, aber du kannst dich vielleicht trotzdem nicht aufraffen, die lange To-Do Liste abzuarbeiten? Kein Problem, ich verrate dir heute meine drei größten Motivatoren (Motivation+Motor=Motivator) und vielleicht kannst du mit ihnen ja etwas anfangen, das würde mich sehr freuen! 🙂

Nummer 1)

Lilly Singh aka Superwoman. Sie ist seit sieben Jahren Youtuberin und die Idee dazu kam ihr, als sie mit Depression zu kämpfen hatte. Denn was, wenn sie andere Leute zum Lachen bringen kann – würde sie vielleicht selbst wieder glücklich werden? Spoiler Alert, sie wurde es. Und nicht nur glücklich, sondern auch die Superfrau schlechthin. Lilly arbeitet extrem hart (immer mehr als die geforderten 100%), ist superwitzig und versucht ständig, out-of-the-box zu denken. Kürzlich hat sie ihr erstes Buch veröffentlicht, HOW TO BE A BAWSE – A GUIDE TO CONQUERING LIFE. Wenn du eine ehrliche und inspirierende Geschichte lesen möchtest, besorg‘ es dir. (Ebenso das Hörbuch #shamelessplug). Eines der Kapitel heißt: Promote what you love, don’t bash what you hate. Also gibt es für mich nur eines zu tun:

Hier meine drei Lieblingsvideos von ihr auf Youtube: How Girls Text Back, 5 Reasons You WILL Succeed und When You’re Scared of Spiders. Und hier findest du ihren tollen Bilder auf Instagram.

Nummer 2)

BTS. Nein, damit meine ich nicht behind the scenes, sondern Bangtan Sonyeondan. Das ist eine sieben-köpfige Band aus Südkorea, die es seit 2013 gibt (ich verfolge sie schon vom Anbeginn der Zeit). Um gleich mal die Frage zu klären, nein, ich verstehe nicht Koreanisch und nein, ich finde es überhaupt nicht seltsam, dass ich mir trotzdem ihre Musik anhöre. Im Gegenteil, mich spricht Musik besonders dann an, wenn sie mir mehr Gefühle als den „wahren Sinn“ der Texte vermittelt. Und BTS schafft das immer und immer wieder – und nicht nur das: Ich weiß es ganz genau, diese Jungs werden Musikgeschichte schreiben und ich bin dankbar dafür, sie auf diese Reise begleiten zu dürfen.

Die Mitglieder sind zwischen 20 und 25 Jahren alt und heißen: Jin, Suga, J-Hope, Rap Monster, Jimin, V und Jungkook. Ich mag am liebsten Rap Monster und für was er bekannt ist, muss ich dir wohl nicht sagen! Vielleicht hast du ja kürzlich von ihnen gehört, sie haben bei den Billboard Music Awards den Preis für Top Social Artist abgestaubt und in der Kategorie gegen Justin Bieber, Selena Gomez und Ariana Grande gewonnen.

Wenn du jetzt Lust oder Neugierde hast, reinzuhören – hier sind meine Lieblingssongs:  Das Video zu Save Me sieht aus wie eine H&M Werbung, ästhetisch sehr ansprechend und wenn du die Übersetzung einstellts, wird dich der Text sehr berühren. Silver Spoon / Baepsae – dieser Beat, diese Tanzmoves, mehr muss ich dazu nicht sagen. Die Live Version von Fire wird dich mit Motivation anstecken und du wirst lichterloh aufgehen, das verspreche ich dir. Not Today ist das aktuellste Musikvideo und hat einen neuen Rekord aufgestellt für die meisten Klicks innerhalb von 24 Stunden für ein K-Pop Video.

Nummer 3)

Hier gibt es keine bestimmte Person dahinter, vielleicht könnte man es Youtube an sich nennen. Ich höre mir gerne Motivationsreden an, besonders beim Zusammenräumen oder Kochen. Morgens, wenn ich meinen Tee trinke, höre ich mir dann manchmal an, dass ich die ganze Welt erobern kann, wenn ich mich nur genug anstrenge. Am schönsten finde ich es aber, wenn sie mir an dunklen Tagen Mut schenken. Hier sind wieder drei für dich: Unbroken von Mateusz M, When Times Get Tough von Be Inspired und Everybody dies, but not everybody lives von Prince Ea.

Ich hoffe, dass ich dir mit diesen drei Motivatoren vielleicht helfen konnte! Viel Glück!

Entschuldige dich weniger… 

… für dich selbst. Ab und zu bekomme ich mit, wie meine Freunde zu mir sagen: „Tut mir leid, heute sehe ich total scheiße aus.“

Ich bin dann stutzig.

Wieso musst du dich für dein Äußeres entschuldigen? Wenn das heute deine Entscheidung ist (übrigens, wie Scheiße siehst du auf alle Fälle nicht aus), passt das schon so.

Du bist keine Zumutung für andere Leute. Das wirkt auf mich ein wenig so, als würdest du dich selbst nicht mögen und das macht mich wiederum traurig – weil ich dich sehr gerne hab! Also entschuldige dich weniger für dich selbst!

Was passiert, wenn man seine Gefühle unterdrückt

Frage: Wieso können so viele ihre wahren Gefühle nicht zeigen, geschweige denn aussprechen?

Ich kenne das von früher. Ich hatte das Gefühl, dass eine andere Macht mich nun beherrscht, weil ich einfach nicht ehrlich sein konnte. Für mich ein beunruhigender Gedanke, denn sollte man nicht selbst immer der Kapitän auf dem eigenen Schiff sein?

Es gibt verschiedene Gründe, so zu handeln. Ich hatte beispielweise Angst, denn was, wenn ich jetzt wirklich sage, wie ich mich fühle. Ich könnte ausgelacht, verspottet oder ignoriert werden.

Und wie soll ich es sagen? „Du brichst mir das Herz mit deinen Worten“? So etwas gibt man nicht gerne zu. Schwächen aussprechen, sodass das Gegenüber mich noch mehr verletzen und verurteilen kann?

Ich hatte auch das Gefühl, dass es nichts bringt, wenn ich ehrlich mit mir bin. Was sollen andere schon wirklich ändern? Was, wenn sie nicht wollen? Aber eigentlich geht es nicht so um das, was andere daraufhin machen, sondern darum, wie viel besser es mir ging, wenn ich ehrlich ausspreche, was ich fühle. Sich nicht ungerecht behandeln lassen.

Ein Geständnis: Ich bin von einem Mann abhängig

Die Worte tun weh, aber es stimmt: Ich bin abhängig von einem Mann. Als kleines Mädchen war es mein Vater und jetzt, als 38-jährige Frau, ist es mein Partner, ohne den ich nicht kann. Es hört sich zunächst romantisch an – wir zwei sind ein Team. Er ist halt der Anführer und ich folge. Ist sowas denn automatisch schlecht?

Er kümmert sich um die Finanzen, um das Essen, um den Haushalt, um die Freizeit und um die Freunde. Ich muss wirklich wenig machen und manchmal frage ich mich, ob ich alleine überhaupt klarkommen würde. Ich sollte mich glücklich schätzen, nicht so viel nachdenken zu müssen.

Versteh mich nicht falsch, ich wäre gerne stärker. Aber stattdessen fühle ich mich manipuliert. Sage ich etwas, übertreibe ich, sage ich nichts, höre ich später, dass ich mir wie ein Elefant alles merke. Und dann übertreibe. Wir haben jung geheiratet. Äußerlich betrachtet ist er ein Kunstwerk, aber ich habe sein Inneres kennengelernt – sein Herz ist hässlich. Das wusste ich damals aber noch nicht.

Ich meine, ich spüre selbst, dass etwas nicht stimmt: einerseits fühle ich mich schwach und schlecht. Andererseits gibt es mir Sicherheit. Was, wenn der Schein aber trügt – ist es wirklich Sicherheit? Denn wenn er einmal nicht mehr da ist, habe ich keine Sicherheit mehr, so viel steht fest. Und was hält ihn bei mir?

Kann ich alleine überhaupt glücklich sein?

Liebes Leben,…

Inspiriert durch Love you Zindagi (2016)

… ich wollte mich mal bei dir bedanken.

Es ist schwierig, alles aufzuzählen, aber ich versuche es einmal: Dank dir verbringe ich jeden Moment mit einem Lächeln.

Ich gehe durch die Straßen meiner Heimatstadt, laufe Kilometer für Kilometer im Fitnessstudio, sitze singend im Auto und stehe lesend in der Straßenbahn. Ich weiß nicht, was du getan hast, aber vor Jahren ging es mir dabei völlig anders… Wenn ich jetzt mein Spiegelbild sehe, erwartet mich ein schelmisches Grinsen.

Schlechtes und Gutes, alles hatte seinen Sinn. Die neuen Pfade, die ich für mich gefunden habe, waren schwer zu gehen, aber mit dir an meiner Seite war es ein Vergnügen. Heute lächle ich sogar einem Gewitter entgegen, denn wie mein Papa immer schon gesagt hat: Warum hast du Angst, Pia, du bist ja nicht aus Zucker!

Danke, Leben, dass du auf mich aufpasst. Du sorgst dafür, dass es immer etwas zu tun gibt und eine Veränderung nicht lange auf sich warten lässt. Auch in den kleinen Momenten gibt es immer etwas Neues zu entdecken, egal, wie oft ich es mache.

Hörst du mich, mein Leben? Danke dir, für alles.

In Liebe, deine Pia.